Fraktion CDU/Landgemeinden fordert Ladestationen für Elektroautos

„Für ein modernes Stendal“

Künftig soll von jedem Ort in Sachsen-Anhalt innerhalb von 15 Minuten Autofahrt eine öffentliche Ladestation für Elektroautos erreichbar sein. Die Ratsfraktion CDU/Landgemeinden setzt sich daher für Schnellladestationen in der Hansestadt Stendal ein.
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Künftig soll von jedem Ort in Sachsen-Anhalt innerhalb von 15 Minuten Autofahrt eine öffentliche Ladestation für Elektroautos erreichbar sein. Die Ratsfraktion CDU/Landgemeinden setzt sich daher für Schnellladestationen in der Hansestadt Stendal ein.

Stendal. Auf dem Automobilmarkt bahnt sich langsam aber sicher eine Revolution an.

Nachdem bereits einige Länder angekündigt haben, in den kommenden Jahrzehnten den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren zu verbieten – dazu zählen bislang Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Indien, China und Norwegen – ist klar, dass die Zukunft dem Elektromotor gehört. Zwar bleibt der Verbrennungsmotor auf absehbare Zeit noch der wichtigste Antrieb im Straßenverkehr, doch Elektroautos überzeugen immer mehr durch ihre Klimafreundlichkeit.

Dass man in die Zukunft investieren sollte, findet auch die Ratsfraktion CDU/Landgemeinden der Hansestadt Stendal. Beim jüngsten Haupt- und Personalausschuss stellte der Vorsitzende Hardy Peter Güssau daher einen Antrag auf Errichtung eines öffentlich zugänglichen Ladepunktes für Elektroautos in Stendal. Man wolle ein Zeichen setzen „für mehr Elektromobilität und für ein attraktives modernes Stendal“ begründete die Fraktion ihr Vorhaben. Auch für die Besucher der Hansestadt soll die Möglichkeit bestehen, ihr Elektromobil unkompliziert und schnell zu laden. Man erhofft sich dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Stendal.

Reiner Instenberg (SPD) befürwortete den Vorschlag in der Sitzung. Er regte an, dass die Kosten für die Ladestationen nicht zwingend von der Hansestadt übernommen werden müssten und verwies auf Hotels und öffentliche Einrichtungen in anderen Städten, die bereits für jedermann zugängliche Ladestationen zur Verfügung stellen. „Eventuell können wir auch Sponsoren für das Vorhaben gewinnen“, war sein Vorschlag. Björn Dahlke, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, sprach sich „grundsätzlich für den Antrag“ aus, aber auch er appellierte daran, die Rahmenbedingungen gut zu durchdenken.

Güssau merkte an, dass die vorhandenen Leitungen oft nicht für einen solchen Verbrauch ausgelegt seien. Zudem müsse man pro Ladestation ungefähre Kosten von 35 000 Euro einplanen.

Ganz neu ist das Thema Ladestationen nicht. Stadtratsvorsitzender Thomas Weise hatte die Relevanz der fortschrittlichen „Tankstellen“ bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung betont, nachdem das Thema in seiner Gegenwart mehrfach angeregt worden war. Im Ausschuss stimmten die Politiker für die Vorlage von der Fraktion CDU/Landgemeinden. Hardy Peter Güssau bat die Stadtverwaltung darum, einen detaillierten Plan zur Umsetzung auszuarbeiten und schnellstmöglich vorzulegen.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums soll künftig von jedem Ort in Sachsen-Anhalt innerhalb von 15 Minuten Autofahrt eine öffentliche Ladestation für Elektroautos erreichbar sein. Güssau informierte, dass es nach aktuellem Stand in Sachsen-Anhalt rund 150 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos gibt, etwa 30 weitere Normal- und Schnellladepunkte seien bereits bewilligt. Über die Umsetzung des Projekts in Stendal entscheidet am 14. Dezember der Stadtrat.

Von Charlotta Spöring

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