Spiel aus Licht und Schatten allabendlich sehenswert

Fünfte Auflage der Stendaler Lichttage läuft bis Samstag

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Die Lichtkompositionen sind bis Sonnabend zu bestaunen.

Stendal – Interessierte Anwohner und Besucher der Rolandstadt können bis Samstag auf eine Reise voller Geschichten gehen. Die Stendaler Lichttage sind seit Donnerstagabend in vollem Gange.

Je von 19 bis 22 Uhr verschmelzen Licht, Musik und Video mit Malerei zu leuchtenden Fassadenbildern an Feuerwache und Justizzentrum „Albrecht der Bär“ sowie Häusern der Adam-Ileborgh-Straße.

Auf einem Projektor, auch als Polylux bekannt, entstanden Lichtkunst-Fotos von Helge Leiberg. Er setzt das Justizzentrum in Szene. Der Betrachter bekommt das Gefühl, bei der Entstehung des Bildes dabei zu sein und verliert sich in Raum und Zeit.

Der Künstlerische Leiter Herbert Cybulska hat nicht zu viel versprochen. Wieder einmal haben die Organisatoren das Lichtspektakel bis ins „i“-Tüpfelchen vorbereitet. Sie inspirieren die Besucher und regen vielversprechend zum Nachdenken an.

Eine aufregende Komposition erlebt das Publikum in der Fahrzeughalle der Feuerwache. Hier versucht der Berliner Lichtbildner Lutz Deppe, den Einsatzkräften eine Hommage mit Licht und Tönen zu widmen.

Fallschirmspringer und Flieger werden ans Justizzentrum projiziert.

Rainer Erdmann als Beiratsvorsitzender der Kaschade-Stiftung war wie die AZ bei der Generalprobe am Mittwochabend dabei. Er stellte sich in die leere Halle und ließ sich von der Darbietung mitreißen. Die visuelle Tour beschrieb er dann als ein „erwartungsvolles, gigantisches und emotionales Lichtspektakel“. Dort weisen die Veranstalter aber darauf hin, dass die Installation wegen der Stroboskoplichter nicht für Kleinkinder, Epileptiker und Herzkranke geeignet sei. Da nur 70 Besucher in der Halle Platz finden, kann es auch zu Wartezeiten kommen.

Die Wartezeit können sich Interessierte am Stand von Laura und Peter Kramer vertreiben, wo Lichtkunst-Fotografien entstehen, die zum Mitmachen einladen. In der Adam-Ileborgh-Straße sehen die Zuschauer ein 20-minütiges Gesamtwerk. Es spielt sich von Hauseingang zu Hauseingang ab und wird dabei von Geiger Prof. Matthias Raue begleitet. Inhaltlich geht es um fiktive Geschichten, die von Menschen handeln, die Anschluss suchen. Vermischt mit der Lichtinstallation entstehe so ein besonders bunter Reigen.

Auch fürs leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt.

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