Zweiter Bauabschnitt startet: Petrikirche schließt Haupttor

Frischkur für Jahrhundertbalken

Pfarrer Matthias Schröder blickt zuversichtlich in den Plan für die startenden Arbeiten an Hauptdach und Fassade. Foto: Mahrhold

Stendal. Das Haupttor der Taufkirche von Stendals bedeutendem Sohn, Winckelmann, ist seit gestern verschlossen.

Mausgraues Bauzaungitter weist Besucher der ältesten und zugleich kleinsten Pfarrkirche der Stadt in die Schranken und dirigiert sie zum vorerst zu nutzenden Eingang an der Nordseite. In den nächsten Tagen dann hält an der Vorderfront der Petrikirche ein imposantes Baugerüst Einzug. Alles aus gutem Grund natürlich: Denn endlich stehen gut 200 000 Euro Fördergeld bereit, damit der zweite Bauabschnitt der 2010 begonnenen Sanierung von Hauptdach und Fassade im Frühjahr vollendet werden kann.

Auf einer Einwohnerversammlung im Domizil Petrikirchstraße 11 informierte die Stadtgemeinde vorgestern Abend Nachbarn und Interessierte über den bevorstehenden Baubeginn. Pfarrer Matthias Schröder freut besonders, dass der erstmals anno 1285 durch die Ortsbezeichnung „in parochia sancti petri“ in einer Schenkungsurkunde erwähnte Backsteingotikbau mit einer Kupferdachrinne ausgestattet werden darf. Im Zuge der Arbeiten, die in den nächsten Tagen beginnen sollen, erhält das letzte Dachteilstück ein neues Ziegelantlitz. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Erneuerung der darunter befindlichen Balken. Gut 600 Jahre hat der Petrikirch-Dachstuhl mittlerweile auf dem Buckel, seine Holzkonstruktion weist teils bedrohliche Brüche auf. Sie muss auch aus Sicherheitsgründen dringend stabilisiert werden.

Laut Schröder werden die Arbeiten durch Firmen aus der Region erledigt. Die Sanierung erfolge weitgehend von außen und werde den Kirchenbetrieb wenig stören.

Von Antje Mahrhold

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