Wartepunkte in Innenstadt und Ortsteilen sollen barrierefrei gemacht werden

Frischekur für 13 Stendaler Haltestellen

+
Insgesamt 13 Haltestellen, ähnlich wie diese, sollen in der Stendaler Innenstadt und den Ortsteilen barrierefrei gemacht werden. Einen Antrag auf Fördermittel muss jede Kommune selbst beim Landkreis stellen, wie die Verwaltung bestätigt.

Stendal. Die Errichtung von barrierefreien Bushaltestellen steht auf der Agenda des Landkreises. Ausführendes Organ sind jeweils die einzelnen Kommunen.

„Der Landkreis hat bereits in jedem Jahr Fördermittel für den Umbau beziehungsweise Neubau von barrierefreien Bushaltestellen bereitgestellt“, informiert Angela Vogel vom Büro des Landrates auf AZ-Anfrage. Auch in der Rolandstadt gibt es natürlich das Vorhaben, Wartepunkte, speziell den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung entsprechend, umzurüsten.

Ganze 13 Haltestellen sollen in Stendal künftig für Jedermann benutzbar sein. Egal, aus welchen Gründen der Bürger eventuell eingeschränkt sein könnte. „Diese Maßnahmen betrafen und betreffen den gesamten Landkreis. Ziel der vom Land mitfinanzierten Förderung ist die Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personen-Nahverkehrs und die Gestaltung der Barrierefreiheit“, erklärt Vogel. Um welche Haltestellen es in Stendal konkret geht, teilte der Landkreis nicht mit. Nur so viel ist jetzt schon bekannt: Es handelt sich um sechs innerstädtische Haltestellen und sieben in den Ortsteilen. Ein Großteil der städtischen Wartepunkte profitiert also zumindest in der nächsten Zeit nicht von den Bauvorhaben.

„Diese Haltestellen beinhalten ein Fördervolumen von 220 000 Euro“, informiert der Landkreis weiter. Im Herbst letzten Jahres seien alle Kommunen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen worden, bei der es um das Thema Bushaltestellen ging. Wichtig für die einzelnen Kommunen: Maßnahmen können mit bis zu 80 Prozent gefördert werden. „Da von den Kommunen Eigenmittel zu leisten sind, müssen diese selbst den Antrag beim Landkreis stellen“, sagt Angela Vogel. Auch in anderen Gemeinden und Städten des Landkreises wie etwa Seehausen wird derzeit über barrierefreie Bushaltestellen gesprochen (AZ berichtete).

Für die Sanierung beziehungsweise den Umbau holen sich Politik und Verwaltung jedoch Hilfe und Rat bei Fachleuten. „Bei jeder Maßnahme wird die Behindertenbeauftragte des Landkreises Stendal einbezogen.“ Nur mit ihrer Zustimmung zur Umsetzung im Rahmen der Barrierefreiheit könne die bauliche Veränderung überhaupt vorgenommen werden. Ein Sachverhalt, auf den die Kommunen in den Zuwendungsbescheiden explizit hingewiesen werden. Ansonsten kann es mit der Finanzierung eng werden. Denn, so berichtet Angela Vogel weiter: „Ein Umbau oder Neubau von Haltestellen, die nicht barrierefrei sind, ist nicht förderfähig.“

Von Mike Höpfner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare