Frische Ideen für Energie

Ein ganzes Semester befassten sich 26 Studenten der Betriebswirtschaftslehre mit einer neuen Marketingstrategie für die Stadtwerke Stendal, stellten diese vorgestern vor.

Stendal - Von Matthias Kuhn. Wie sich die Stendaler Stadtwerke zukünftig am Markt präsentieren könnten, dies war Thema eines Projektseminars im Bereich Marketing, das vorgestern an der Hochschule Stendal beendet wurde.

Die junge Sichtweise sei es, die Verantwortliche der Stadtwerke Stendal „besonders gefallen“ hätte, so Rolf Gille, Marketingchef des regionalen Energieversorgers, vorgestern vor Studenten der Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Magdeburg-Stendal. Grund des Lobes war der Abschluss des Praxisprojekts im Fach Marketing, in dem 26 Studierende des vierten Semesters unter Anleitung von Prof. Dr. Jürgen Maretzki sich mit der Marktsituation des Stendaler Energieversorgers auseinander setzen.

In vier Arbeitsgruppen befassten sich die angehenden Betriebswirte ein ganzes Semester mit Themenfeldern, wie Neukundengewinnung, Kundenbindung, Kundenrückgewinnung sowie mit der Imageverbesserung der Stadtwerke. Und dabei hätten die Studierenden härter gearbeitet, als bei einer „normalen“ Vorlesung, betonte Maretzki. Galt es doch im Rahmen dieser Praxisarbeit auf fundierter wissenschaftlicher Datenlage Lösungskonzepte für die gestellten Aufgaben zu erarbeiten. Und bevor es um Lösungen gehen konnte, stand das Erheben von Daten im Mittelpunkt der Arbeiten. Dazu zählte auch das Befragen von rund 260 Stendalern zum Thema Stadtwerke sowie das Auswerten derer Aussagen.

Am Ende präsentierten die angehenden Ökonomen vor Verantwortlichen der Stadtwerke ihre Ergebnisse und Lösungsvorschläge. Und diese fielen dort auf fruchtbaren Boden. Gille bestätigte, dass das eine oder andere von den Stadtwerken übernommen werde. Konkret solle bereits zum Jahreswechsel die Internetseite komplett überarbeitet an den Start gehen. Und Gille bestätigte den Studenten ein hohes Niveau ihrer Arbeit. Diese würde sich im Ergebnis mit professionellen Agenturen decken.

Für die Studenten lag der Reiz in der Arbeit daran, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Und so waren sich Maretzki und Gille zum Abschluss einig. Für Stadtwerke und Hochschule sei das Projekt eine „Win-win-Situation“ gewesen.

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