Ostermarsch 2017 startet nahe dem Stendaler Bahnhof / Kundgebung auf dem Campus der Hochschule

Friedensbewegte zielen auf Übungsstadt

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Friedensbewegte bei einer Aktion im Landkreis.

Stendal. „Wo bleibt ihr nur, Genossen meiner Zeit? Ich schau zurück und kann euch kaum sehn. . . “ Mit diesen Worten des Anarchisten Erich Mühsam, 1934 im Konzentrationslager Oranienburg ermordet, wird zum Ostermarsch in Stendal aufgerufen.

Für die Bürgerinitiative (BI) „Offene Heide“ ist es zugleich der 286. Friedensweg. In dem Aufruf für Ostermontag, 17. April, wird nicht zuletzt auf die „Gefechtskulisse Schnöggersburg“, eine im Bau befindliche Übungsstadt der Bundeswehr, verwiesen, die den erklärten Antimilitaristen ein Dorn im Auge ist.

Eine Vorbereitungsgruppe hat längst mit der Arbeit begonnen. Die Spannbreite der Akteure scheint groß. Mario Blasche, Kreisvorsitzender der Linken, eröffnet die Veranstaltung „fünf vor zwölf“ an der Bahnhofstraße. Propst Christoph Hackbeil spricht ebenfalls. Der Marsch führt die Teilnehmer auf den Campus der Hochschule. Dort findet eine Kundgebung statt. Tino Eisbrenner und Band spielen auf. Theaterintendant Alexander Netschajew und Landtagsmitglied Kristin Heiß (Linke) richten Worte an die Teilnehmer. Kabarettist Lars Johansen moderiert. Ein traditioneller Ostermarkt gehört auch dazu.

„Pax an! Für ein friedliches Miteinander.“ Einige Friedensbewegte wollen mit dem Auto oder mit dem Fahrrad nach Stendal kommen. Startpunkt der Touren ist laut Informationen der Organisatoren im Internet jeweils Magdeburg. Die BI „Offene Heide“ und Mitstreiter gestalten seit 27 Jahren Ostermärsche, insbesondere im Norden Sachsen-Anhalts.

Von Marco Hertzfeld

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