Vorschläge zum Klimaschutz

Fridays for Future: Landkreis Stendal soll mit gutem Beispiel vorangehen

Die Mitglieder von Fridays for Future, wie die Stendalerin Isabella Lang auf dem Marktplatz, machen regelmäßig auf den Klimawandel aufmerksam.
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Die Mitglieder von Fridays for Future, wie die Stendalerin Isabella Lang auf dem Marktplatz, machen regelmäßig auf den Klimawandel aufmerksam.

Stendal – In der heutigen Gesellschaft verstehe man unter „nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum“ ein Luxus-Produkt, das man sich leiste, um sein Gewissen zu beruhigen, ist im Forderungskatalog der Gruppe Fridays for Future Stendal zu lesen, den sie in der vergangenen Woche dem Landrat Patrick Puhlmann (SPD) überreichte (AZ berichtete).

Damit sei die strukturierte und vorsätzliche Zerstörung der Lebensgrundlage der Normalzustand.

„Die wahren Kosten müssen jedoch andere tragen“, ist weiter zu lesen. Die moderne Gesellschaft habe sich mit ihrer Wirtschaftsstruktur darauf eingependelt, Gewinne und Wachstum aus den Ressourcen zu schlagen, auf denen kein Preis steht. „Daher fordern wir, dass der Landkreis Stendal eine Vorbildfunktion übernimmt und sich für eine lebens- und liebenswerte Welt für seine Bürgerinnen und Bürger einsetzt“, formuliert die Gruppe.

Dabei schlägt sie zehn verschiedene Aspekte vor, denen sich der Landkreis widmen sollte. So wird neben einer Umstellung auf nachhaltige Energieerzeugung auch die intelligente energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, eine moderne Wohnungswirtschaft, ein flächendeckender Naturschutz, eine gleichberechtigte Verkehrspolitik, eine faire Landwirtschaft, regionale Ernährung, effiziente Reststoffnutzung, aktive Bürgerbeteiligung sowie offene Beratung und Information gefordert.

So sei es möglich, die Erderwärmung auf einen Wert von unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Erde in einen Kreislauf kommt, bei dem die Erhitzung sich immer weiter verstärkt.

VON STEFAN HARTMANN

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