Olaf Lincke hakt nach: „Bin erstaunt, dass da noch nichts gekommen ist“

Freifunk ist auf dem Weg

Stendal. Mit Hochdruck soll nun an der Planung von Freifunk-WLAN in der Stendaler Innenstadt gearbeitet werden. Der Beschluss, dass die Stadt die Möglichkeiten dafür ausloten soll, stammt bereits aus dem Sommer des vergangenen Jahres.

Nun musste Olaf Lincke, Stadtrat der Piratenpartei in Stendal und politisch der Initiator der Aktion, nochmal nachhaken. Die Stadt hatte den anvisierten Termin für einen ersten Bericht dieser Bemühungen nicht eingehalten.

Sie sollte sich bis zum Anfang des Jahres darum bemühen, einen Kontakt zu möglichen Kooperationspartnern für freies WLAN in der Innenstadt herzustellen und außerdem feststellen, inwieweit die Stadt dieses Vorhaben unterstützen kann. Nun war Anfang des Jahres, und nichts dergleichen stand beim vergangenen Stadtrat auf der Tagesordnung. Olaf Lincke: „Ich bin erstaunt, dass von Ihrer Seite nichts gekommen ist.“ Oberbürgermeister Klaus Schmotz bat „um gehörige Entschuldigung“. Seine Pressestelle versprach gestern, dass man sich nun des Auftrags annehmen werde. Man wolle sich um Ansprechpartner kümmern, erklärte Sprecher Klaus Ortmann. Und man werde ausarbeiten, unter welchen Bedingungen man den Freifunk in der Stadt einrichten kann. „Beim letzten Pinselstrich“ sei man, versicherte Ortmann.

Freies WLAN sieht vor, dass in der Stadt – nach Ideen von Olaf Lincke und des Vereins „Freifunk“, der bundesweit aktiv ist – so genannte „Freifunkrouter“ an öffentlichen Gebäuden eingerichtet werden können. Sie sorgen dann bei Mobilfunk-Geräten für freies Internet.

Von Kai Hasse

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