Auch Zeugenaufruf bringt Ermittler nicht entscheidend voran / Fall zuvor als „nicht pressefrei“ eingestuft

Frau in Stendal vergewaltigt: Polizei tappt seit Mitte August im Dunkeln

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Ein Blick über einen Teil von Stadtsee zur Altstadt.

Stendal – Bei der Suche nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger tappt die Polizei offenbar noch immer im Dunkeln. Auch der Zeugenaufruf mit Phantombild Ende September zu der Tat am 17. August hat die Ermittler bislang nicht entscheidend vorangebracht.

Es gebe „keine neuen Hinweise“ und damit keinen „konkreten Tatverdacht“, lässt Stendals Polizeisprecher Dirk Marscheider in dieser Woche auf Nachfrage der AZ wissen.

Warum die Polizei nicht schon im Sommer über die Vergewaltigung in der Kreisstadt informiert hat, dazu äußert sich der Sprecher zurückhaltend. Der Sachverhalt sei schlichtweg als „nicht pressefrei“ eingestuft worden. Weil dann irgendwann alle möglichen Ermittlungsformen ausgeschöpft gewesen seien, wendete sich die Polizei schließlich über die Presse an die Öffentlichkeit.

Eine junge Frau soll in den Nachmittagsstunden im Bereich der Stadtseeallee von einem Mann tätlich angegriffen und vergewaltigt worden sein. Zuvor soll der Mann gewaltsam in die Wohnung des Opfers eingedrungen sein. Die Polizei sucht nach einem Mann, zwischen 18 und 25 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß und von dünner Statur. Er trug einen kurzen dünnen Bart um den Mund herum und an einem Ohr einen grauen Ring. Zur Tatzeit soll der Gesuchte ein hellgraues T-Shirt getragen haben, dazu eine hellblaue Hose und dunkelgrüne Turnschuhe.

VON MARCO HERTZFELD

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