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Sachsen-Anhalt-Tag 2022: Flyer und Plakate in Stendal reif für die Tonne

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Von: Marco Hertzfeld

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Ein Schild in Stendal zeugt nach der Absage noch vom Sachsen-Anhalt-Tag 2022.
Im Hintergrund laufen Bauarbeiten am Hildebrand-Gymnasium. Überarbeiten muss die Stadt Schilder und weitere Werbeträger für den Sachsen-Anhalt-Tag. © Marco Hertzfeld

Nach der Absage des Sachsen-Anhalt-Tages für 2022 stellt sich in Stendal die Kostenfrage. Fest steht bereits: Die Verschiebung des Landesfestes wegen Corona produziert allerhand Altpapier.

Stendal – „Für die ,Tonne’ sind höchstens die gedruckten Flyer und Plakate. Und selbst die werden noch als Schmierzettel für diverse Tätigkeiten Verwendung finden“, ist Susanne Hellmuth überzeugt. Der Sachsen-Anhalt-Tag 2022 wurde coronabedingt abgesagt, einiges läuft auf 2024 als Ersatztermin hinaus. Wer bezahlt eigentlich was und all das, was nun erst einmal für die Tonne scheint? Fragen wie diese der AZ müssen sich die Organisatoren nunmehr gefallen lassen. Die Rathaussprecherin gibt sich recht entspannt. Stendaler könnten sich übrigens überholte Plakate und Flyer auch gern im Organisationsbüro, Breite Straße 63, abholen. „Für das Motiv haben wir viel gutes Feedback bekommen“, möchte die Rathaussprecherin betont wissen. Was der erste Anlauf unterm Strich gekostet hat und was sich wie mengenmäßig nicht mehr nutzen lässt, Zahlen bleibt die Stadt noch schuldig.

Bürger dürfen sich Altpapier holen

„Wir haben in Werbemittel – Button, Flyer, Banner, Internetseite – für den Sachsen-Anhalt-Tag in der Hansestadt Stendal investiert“, teilt Hellmuth nach Rücksprache mit der verantwortlichen Stelle in der Stadtverwaltung weiter mit. „Die Filme verursachten keine zusätzlichen Kosten, da wir diese inhouse durch einen Mitarbeiter im Orgbüro erstellt haben.“ Und weiter: „Es wurden lediglich die Plakate gedruckt. Schilder für den Festumzug gab es bis dato nur im Entwurfsstadium am PC.“ Flächenplanungen und Unterlagen zu Straßensperrungen beispielsweise sollen möglichst zu einem neuen Termin verwendet werden. Das Landesfest sollte vom 1. bis 3. Juli dieses Jahres über die Bühne gehen. Anfang Januar sprach die Stadt gegenüber der AZ bereits von einem Plan B und einer möglichen Verschiebung auf 2024. Kosten sollte das Ganze eineinhalb Millionen Euro.

Büro fährt runter, Ersatztermin offen

Wie sich Absage 2022 und die Verschiebung für die Ausrichterstadt finanziell auswirken, bleibt abzuwarten. Wie gesagt, das Rathaus spart noch mit genauen Angaben. Das Land Sachsen-Anhalt, neben der Stadt der offizielle Veranstalter, dürfte die Altmärker nicht hängen lassen wollen. Ein genauer Ersatztermin fehlt noch, er muss mit der Landesregierung erst gefunden werden. „Dies hängt auch von den Terminen der Europa- und Kommunalwahl in 2024 ab, welche noch nicht bestimmt sind“, weiß die Rathaussprecherin weiter auf Nachfrage der AZ. Im Organisationsbüro, kurz Orgbüro, werde derzeit erst einmal die Verschiebung verarbeitet. Banner seien abzubauen, Unterlagen aufzubereiten. Gleichzeitig werde mit dem Personalamt an einem Personalübergang in die Verwaltung gearbeitet. Anstatt zum Juli hin eine Schippe draufzulegen, muss abgebremst werden.

Rathaus vertröstet bei genauen Zahlen

Natürlich gebe es in Vorbereitung auf eine Verschiebung weitere Gespräche mit den Partnern, welche für den 23. Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal bei der Stange bleiben wollen. So soll es laut Hellmuth auch einen eigenen Bereich für die Hochschule Magdeburg-Stendal geben und weitere Partner, welche die Hansestadt bis zur Veranstaltung unterstützen wollen. Das Motto und das Plakatmotiv sollen übrigens nicht weiter verändert werden. „Beides hatte als Ziel den 23. Sachsen-Anhalt-Tag, und dieser findet nunmehr leider in einem anderen Jahr statt.“ Wer den Slogan noch nicht kennt oder nicht mehr kennt, er lautet: „Mittelalter trifft Moderne.“ 1000 Jahre Geschichte, Stendal feiert 2022 auch einen Stadtgeburtstag. Stattfinden sollen kleine Feste, der Flyer wird gerade aktualisiert und soll in diesem Monat erscheinen (die AZ berichtete).

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