Stendal-Borstel richtet erstmals Rallye für restaurierte Segelflieger aus, die luftfahrtauglich sind

Flug-Denkmale messen sich international

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Aus halb Europa und den USA haben sich 65 Piloten für das Wettfliegen angemeldet, das erstmals in der Altmark ausgetragen wird. Sportlich gesegelt wird vom 30. Juli bis 10. August.

tje Borstel. Historik-Segelflugzeuge in schönster Pracht erobern die Lufthoheit über der Kreisstadt.

In den himmlischen Gefilden über dem Verkehrslandeplatz im Ortsteil Borstel namens „Echo Delta Oscar Victor“ (EDOV) richten Piloten des 1973 in England gegründeten „Vintage Glider Clubs“ (VGC) ein Wettfliegen aus, das international ausgerichtet ist und deswegen als VGC-Rally in zwei Wochen erstmals in den Lüften der Altmark geflogen wird.

„Ab dem 30. Juli lohnt sich ein Blick in den Himmel über Stendal besonders“, freut sich Matthias Jahn auf das Treiben der aufwendig restaurierten Odltimer-Segelflugzeuge. Angemeldet für den Wettstreit über dem Areal der Flugplatzgesellschaft Stendal-Borstel hätten sich bislang insgesamt 65 „dieser historischen Schätze“, wie Stendals Airport-Chef der AZ am Montag sagt. Die Flieger seien fast ausschließlich in Holzbauweise montiert. Und ihre Piloten kommen aus halb Europa sowie den USA. „Natürlich sind auch viele deutsche Mitglieder des VGC dabei. Mehr als 150 Teilnehmer werden auf dem Flugplatz Borstel vom Aero-Club und der Flugplatzgesellschaft betreut“, erklärt Jahn.

Um den Austragungsort in der Altmark hatte sich Stendal bereits vor drei Jahren beworben. Zuletzt wurden VGC-Rallys in den Niederlanden, Finnland sowie im Vorjahr in Ungarn ausgetragen.

Dem Club, der von englischen Enthusiasten um den legendären Chris Wills ins Leben gerufen wurde, gehören weltweit mehr als 1000 Piloten an. Der Verein hat sich den Erhalt von historischen Segelflugzeugen in luftfahrtauglichem Zustand zur Aufgabe gestellt. „Der sportliche Vergleich mit diesen fliegenden Denkmalen lässt das Flair von Segelflugwettbewerben vergangener Zeiten wieder auferstehen“, sagt Jahn. Geflogen werde täglich zwischen 12 und 19 Uhr. „Das lautlose Kreisen dieser eleganten Schmuckstücke ist allemal einen Blick nach oben wert“, kann er es kaum erwarten, erste Historik-Segler zu begrüßen. Zur Verfügung steht den Piloten in Bostel eine 1800 mal 100 Meter große Segelflugfläche.

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