Kleintiermarkt startet in die Saison / Bremer: Halten uns wacker

„Flauschiger Osterhase“ pünktlich zum Auftakt

Manche Züchter haben sich über den Winter hinweg nicht gesehen. Da lässt sich schnell besonders ausgiebig fachsimpeln.

Hohenberg-Krusemark. „Unseren Kleintiermarkt gibt es nun schon seit 14,15 Jahren, andere Veranstaltungen dieser Art sind längst eingegangen. “ Peter Bremer verzichtet schon traditionell auf große Worte zur Eröffnung.

Selbst der Start in die neue Saison ist ohne diese ausgekommen. „Die Leute fahren an und laden aus, fachsimpeln, kaufen und verkaufen – so soll es sein“, sagt der Vorsitzende der Ortsgruppe für Ziergeflügel und Exoten. Als allerhand Federvieh die Oberhand zu gewinnen droht, bringen Züchter einen ordentlichen Schwung Kaninchen in die frühere KfL-Halle in Hohenberg-Krusemark. „Für die erste Veranstaltung in diesem Jahr kann sich alles sehen lassen. “.

Robin Ostwalds Wellensittiche sind noch nicht so weit. Daheim in Möllendorf pflegt und hegt der Zwölfjährige fünf Zuchtpaare. „Sie haben sich gerade erst gesetzt, mit dem Nachwuchs dauert es noch einige Wochen.“ Langweilig wird es seinem gleichaltrigen Kumpel Johann-Kenneth Matz aus Walsleben und ihm dennoch nicht, gibt es doch beim Stelldichein der Kleintierzüchter immer etwas zu entdecken. Zudem bieten Robins Schwester Sarah und Vater Marco ihre Zebrafinken an. „Man kann ja auch immer noch dazulernen“, sagt der Jungzüchter und schaut sich an diesem Vormittag Hühner, Tauben und besonders farbenfrohen Exoten an.

Bremer hat sein Herz an Papageienvögel verloren. Der Hohenberg-Krusemarker mag es bunt, in seinen heimischen Volieren leben unter anderem Königssittiche und Halsbandsittiche. Die Familie ist beim Saisonauftakt auch noch mit Kaninchen vertreten. Bis seine Enkelin, die siebenjährige Emma, in der Halle eintrifft, hat er ein Auge auf die Zwergwidder, Farbschlag Siamblau. „Ein flauschiger Osterhase“, meint Bremer und schmunzelt, ohne eine Fachdiskussion auslösen zu wollen, ob denn ein Kaninchen überhaupt ein Hase, ein Osterhase, sein kann.

Die Halle füllt sich zusehends, Züchter hieven Käfige auf die Holztische. Die ersten Geschäfte sind bereits gelaufen. Bei den Sittichen stehen etliche Kinder und können sich einfach nicht entscheiden, welche der angebotenen Arten ihnen besser gefällt. „Markt und Verein bringen Leben ins Dorf“, beobachtet Bremer das Geschehen zufrieden. Dass das Stelldichein seit Jahren in der einstigen KfL-Halle stattfinden kann, dafür gebühre der Gemeinde ein Dankeschön, meint der Vereinschef im Gespräch mit der AZ. Der Kleintiermarkt samt Vogelbörse öffnet wieder jeden ersten Sonnabend im Monat. Händler und reine Kaufinteressenten aus dem Landkreis Stendal und darüber hinaus sind zwischen 9 und 12 Uhr willkommen.

Von Marco Hertzfeld

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