Nicht jedes Schild in der Stadt entspricht dem neuesten, aktuellen Stand

„Findet man nicht so oft“

+
Ein Bauantrag wurde zwar gestellt, aber über diesen ist noch nicht entschieden worden.

Stendal. Wer aufmerksamen Auges durch die Stadt Stendal schlendert, der kann immer wieder Neues entdecken: Sei es ein neues Geschäft, einen neuen Parkplatz oder vielleicht ein saniertes Haus.

Dieses Schild entspricht nicht mehr dem neusten Stand.

Manchmal jedoch täuscht der Eindruck, den man eben erst gewonnen hat. Ein Beispiel dafür ist das Gebäude Schadewachten 4, schräg gegenüber der Bushaltestelle vor dem Musikforum der Katharinenkirche. Dort steht auf einem schwarzen Schild mit weißer Schrift: „Stadt Stendal. Altstadtkern. Dieses Gebäude wird im Rahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzes mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Stendal modernisiert.“ Schön, mag sich der Betrachter denken, doch Klaus Ortmann, Pressesprecher der Hansestadt Stendal, musste erst nachforschen, um was für ein Projekt es sich in diesem Fall handelt.

Das Schild stammt übrigens aus dem Jahre 2008. „Man findet das nicht mehr so oft“, sagte Ortmann, dem das Schild nicht aufgefallen war. Es ist jedenfalls vom damaligen Besitzer des Hauses angebracht worden. Das Gebäude gehörte damals einem Privatmann, dem zu jener Zeit Fördermittel in Aussicht gestellt worden waren. Dieser hatte den Seitenflügel auf der rückwärtigen Seite des Hauses zurückgebaut. Die Kosten des Abrisses sind laut Ortmann zu 50 Prozent gefördert worden. Und damit hätte auch das Schild abgenommen werden müssen. Doch das wurde irgendwie vergessen. 2009 wurde das Haus erneut verkauft. Der jetzige Besitzer will das Gebäude grundhaft sanieren und hat dazu auch einen Bauantrag eingereicht. Über diesen sei allerdings noch nicht entschieden worden.

Von Arno Zähringer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare