Finanzspritzen der Stendaler Kaschade-Stiftung in der Region gefragt 

„Müssen Anfragen absagen“

Die Kaschade-Stiftung unterstützt die Schlagzeugschule Stendal.
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Die Kaschade-Stiftung unterstützt die Schlagzeugschule Stendal.
  • Antje Mahrhold
    VonAntje Mahrhold
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Stendal – „Die verbleibenden Mittel werden im Herbst an freie Träger verteilt“, stellt Thomas Barniske als Beiratschef der Kaschade-Stiftung weitere Finanzspritzen der Initiative „Füreinander da“ in Aussicht.

Ein Beispiel derartiger Hilfe hat in der Aula der Grundschule Nord diese Woche seinen Auftakt genommen. In Regie mit dem 1994 gegründeten Unternehmensnetzwerk Altmark (UNA), das Barniske leitet, erfolgte Mitte der Woche der Startschuss für insgesamt 16 Aufführungen des Stücks „Die Werkstatt der Schmetterling“ des Theaters der Altmark (TdA) für Mädchen und Jungen der Stendaler Helen-Keller-Schule. Bekanntlich kooperieren Stiftung, UNA und TdA, wie Letzteres auch mit der in der Rolandstadt ansässigen Freiwilligen-Agentur-Altmark zusammenarbeitet, wofür ebenfalls Mitte der Woche Intendant Wolf E. Rahlfs und Prozessmanagerin Marion Zosel-Mohr extra einen Vertrag erneuert haben.

„Die Stiftung unterstützt gern“, erklärt Vorstandsvorsitzender Reiner Erdmann und nennt den gerade frisch eröffneten Winckelmann-Pfad als ein Beispiel. Auch die am Schadewachten geplanten Roland-Bronzestatuen (AZ berichtete) seien ein solches Vorzeigeprojekt, für das die Stiftung stehe. „Es kommen immer wieder Anfragen, ob die Stiftung bestimmte Projekt fördern kann. Einige lassen sich nicht mit dem Stiftungszweck vereinbaren und müssen daher abgesagt werden“, schildert Stitftungsgeschäftsführer Christian Müller das Prozedere. Als klar unterstützungsfähig wurde von den Verantwortlichen als teuerste Ausgabe einzelner Projekte im Geschäftsjahr 2020 die Schlagzeugschule von Benjamin Ulrich mit rund 12 000 Euro unterstützt. Die Stiftung habe den Vize-Leiter der Stendaler Musik- und Kunstschule und Chef der dortigen Bigband im Rahmen einer Musikstück- und Buchproduktion vorwiegend bei der „Abwicklung“ unterstützt, schildert Müller. Dies sei etwa im Bereich Buchhaltung und bei Förderanträgen der Fall gewesen.

Welches Talent in Ulrich steckt, der an der Universität der Künste Berlin klassisches Schlagzeug studiert hat, erlebt das Publikum am Sonnabend, 17. Juli, beim ersten Stendaler Picknickkonzert im Klostergarten. Ab 18 Uhr spielt dort mittelalterlicher Kulisse die Bigband auf.

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