Festliche Weihnachtsmusik

+
Bachs Weihnachtsoratorium erklang im großen Saal des „Schwarzen Adlers“. Perfekt dargeboten wurde es von der Domkantorei Stendal.

hh Stendal. Der Festsaal im „Schwarzen Adler“ wurde am Sonntag zum späten Nachmittag zur festlich feierlichen Oratorien-Konzerthalle. Die Domkantorei hatte zum Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 – 3 von Johann Sebastian Bach eingeladen.

Jubilierend eröffneten die rund 80 Sängerinnen und Sänger unter Domkantor Johannes Schymalla das Weihnachtskonzert mit dem Choral „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“.

Indem der Leipziger Thomaskantor bekannte Kirchenlieder und Choräle für seine Interpretation der Geburtsgeschichte Jesus verwendete, erreichte er eine emotionale Aufnahmebereitschaft, die nach kurzer Vergessenheit in vergangenen Jahrhunderten bis heute lebendig isst und Freude wie Zuversicht spendend wirkt.

Der Domchor erwies sich als traditionell verlässlicher musikalisch gebildeter Partner im Verlauf der Darbietungen.

„Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen, lass Dir die matten Gesänge gefallen“ist wohl mehr als tief gestapelt vom Komponisten im Schlusschoral formuliert. Drückt es doch zugleich im musikalischen Gewand das unerschütterliche Gottvertrauen aus, das Johann Sebastian Bach zu seinen Kompositionen inspirierte.

Ein namhaftes Solistenquartett aus Berliner Sängerinnen und Sängern passte sich harmonisch in den Gesamteindruck der Aufführung ein. Sopranistin Gesine Nowakowski und Altistin Hildegard Rützel sind geschulte Oratoriensängerinnen. Tenor Thomas Volle gestaltete den Evangelisten souverän und Bassist Sebastian Bluth stand dem ebenbürtig zur Seite.

Das Mitteldeutsche Kammerorchester, Weimar aus Solisten bedeutender Klangkörper bestehend, ist seit Jahren für die Passionen und Oratorien der Barockmeister ein gefragter Begleitpartner. Seine Solisten an Flöte und Violine begleiteten die entsprechenden Arien im Oratorium mit stilistischem Einfühlungsvermögen.

Die Besucher im voll besetzten Adlerfestsaal dankten den Beteiligten mit anhaltend herzlichem Beifall.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare