Farbe auf Markt: AfD stellt Strafanzeige

Der Marktplatz in Stendal weist Farbspuren auf.
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Der Marktplatz in Stendal am 6. April 2021. Wer genau hinschaut, kann noch Farbe auf dem Pflaster erkennen.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
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Sie schrieben ihre Forderungen zu Klimaschutz sowie Demokratie und Menschenrechte am 19. März auf dem Marktplatz in Stendal. Die Farbe hat sich als hartnäckig erwiesen und ruft nun die AfD auf den Plan.

Stendal – Die Parolen mehrerer eher linker Gruppen auf dem Stendaler Marktplatz haben ein politisches Nachspiel. Die AfD-Stadträte Kerstin Kurtz und Arno Bausemer haben nach eigenen Angaben bei der Polizei Strafanzeige gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung gestellt. Auch mehr als zwei Wochen nach der Aktion sei die Fläche mit roter, grüner und lila Farbe beschmiert. „Bei zivilisierten Menschen wäre es eine Selbstverständlichkeit gewesen, erst gar keine aggressive Sprühfarbe zu verwenden“, wettert der Fraktionsvorsitzende.

Die Partei sieht eine dauerhafte Sachbeschädigung, der finanzielle Schaden müsse in voller Höhe vom Verursacher getragen werden, heißt es im Schreiben an die AZ weiter. Und: Die Rolle der Stadt- und Kreisverwaltung bei der Genehmigung des Farbeinsatzes solle geprüft werden. Gegebenenfalls müsse es dort „disziplinarische Maßnahmen“ geben, findet auch Kurtz.

Fridays for Future, Bündnis Herz statt Hetze, Netzwerk Respekt, Gruppe Keine A 14 und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club hatten für Klimaschutz sowie Demokratie, Toleranz und Menschenrechte demonstriert. Weil sich die Farbe vor dem Rathaus als hartnäckig erweist, zeigt man sich hinter den Mauern zunehmend angefressen, der Markt wurde erst vor wenigen Jahren saniert.

Stadtverwaltung und Aktivisten führten ein konstruktives Gespräch, wie beide betonten. Fridays for Future versicherte, „normale Kreide“ verwendet zu haben (die AZ berichtete). Bei einer jüngsten Putzaktion scheint einiges passiert zu sein. Doch auch gestern Nachmittag (6. April) waren noch etliche Farbreste zu sehen.

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