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Erwartet ruhige Demo

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Bei der Demo am 7. Januar mischten sich Rechte unter die Protestierer. Diesmal kamen sie nicht nach Insel. © Nowak

bl Insel. Erneut haben Insels Einwohner gegen den Verbleib der beiden Sexualstraftäter in ihrem Ort demonstriert.

Am Sonnabendnachmittag hatten sich rund 60 Menschen auf dem Sportplatz getroffen, um zur Not mit polizeilicher Hilfe eventuelle Teilnehmer aus der rechten Szene mit einem geschlossenen Tor auszuschließen.

Eine Menschenkette hatte Veranstaltungsleiterin Ilona Berg geplant, um sich von den Vorwürfen zu distanzieren, die Bewohner Insels würden sich mit den Neonazis verbünden. „Das ist heute ein Protest dagegen, dass die beiden hier wohnen“, so Berg. Außerdem forderte sie klare Worte, wohin und vor allem wann die beiden Männer aus Insel wegziehen werden.

„Wir sind nicht ihre Therapeuten und wir haben nie Unterlagen dafür gesehen, dass sie nicht mehr gefährlich sind.“

Vom Sportplatz aus ging es durch den Ort, aber rund 100 Meter vor dem Haus mussten die Demonstranten stehen bleiben, trafen da aber auf weitere rund 40 Menschen. Die Polizei war mit 30 Beamten vor Ort. „Wir hatten keine Hinweise auf Teilnehmer aus der rechten Szene“, erklärte Polizeisprecherin Doris Grunau.

Es wurde eine erwartet ruhige Demonstration. Mit einem Pfeifkonzert, Plakaten und Sprechchören ließen die Inseler ihrem Ärger freien Lauf. Sie wollen, dass die beiden Männer so schnell wie möglich den Ort verlassen. Klare Aussagen dazu gibt es bislang noch nicht.

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