Schulbezirkssatzung mit zwei Änderungen beschlossen / Weitere Anpassungen durchaus möglich

15 Erstklässler auf neuen Wegen

15 Erstklässler sind von der Anpassung der Schulbezirkssatzung in Stendal betroffen. Sie tritt ab dem Schuljahr 2018/19 in Kraft. Danach könnte es laut Angaben der Stadt weitere Veränderungen geben. Foto: dpa
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15 Erstklässler sind von der Anpassung der Schulbezirkssatzung in Stendal betroffen. Sie tritt ab dem Schuljahr 2018/19 in Kraft. Danach könnte es laut Angaben der Stadt weitere Veränderungen geben.
  • Mike Höpfner
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Stendal. Sie sorgte zunächst für Verwirrung, soll aber letztlich Schülern und Lehrpersonal zugutekommen. Der Stadtrat hat mehrheitlich zu Wochenbeginn die aktuelle Schulbezirkssatzung beschlossen.

Gegenüber den bisherigen Schulbezirken erfolgen mit dieser Satzung nur Veränderungen in zwei Grundschul-Bereichen: einmal für „Nord“ und einmal für „Petrikirchhof“. Insgesamt 15 Schüler sind betroffen. Dennoch ein sensibles Thema, was unter den Stadträten für Diskussionen sorgte.

Hintergrund der Satzung ist, dass damit die bereits überfüllte Grundschule Nord entlastet werden soll. Der Kultur-, Schul- und Sportausschuss hatte jedoch bereits im Vorfeld einen Änderungsantrag gestellt. Darin fordert das Fachgremium, bestimmte Straßen einem anderen Bezirk zuzuordnen. Und sorgte damit für Verwirrung. Der Beschlussvorschlag des Ausschusses: Der Südwall soll künftig der Ganztagsgrundschule an der Goethestraße zugeordnet werden – bisher Petrikirchhof. Kinder aus Fichte- und Tauentzienstraße gehen nicht mehr zur Grundschule Nord, sondern besuchen die Einrichtung am Stadtsee. Insgesamt hat die Stadt sechs Grundschulen in ihrer Trägerschaft.

Im Stadtrat dann beantragte Helga Zimmermann (Die Linke) eine Änderung des Änderungsantrags. „Ich finde, die Tangermünder Straße und die Tangermünder Chaussee sollten auch der Goetheschule zugeordnet werden“, so Zimmermann. Die Erweiterung des Änderungsantrages wurde angenommen, ebenso wie der Änderungsantrag selbst. Das heißt, ab dem Schuljahr 2018/19 besuchen drei schulpflichtige Kinder aus Südwall, Tangermünder Straße und Tangermünder Chaussee die Ganztagsschule an der Goethestraße.

Dann musste jedoch auch die eigentliche Schulbezirkssatzung eine Mehrheit finden. Sie besagt, dass Erstklässler aus folgenden Straßen ab dem Schuljahr 2018/19 von „Nord“ in den Bezirk der Petrikirchhof-Grundschule wechseln: Ostwall, Parkstraße, Nordwall, Brauhausstraße, Wendstraße, Straße der Demokratie, Elisabethstraße, Rieckestraße, Wollweberstraße, Johannisstraße, Karl-Wernecke-Straße und die Osterburger Straße mit den Hausnummern 1-24a sowie 95-106.

„Die Straßenauswahl erfolgte mit Blick auf den geplanten innenstadtnahen Schulneubau der Grundschule Petrikirchhof“, so die Stadtverwaltung. Für das Schuljahr 2018/19 sei dies die einzige geplante Änderung der Schulbezirke. „Aber wenn der Schulstandort für die Petrikirchhof-Schule einmal beschlossen ist, kann es gut sein, dass die Satzung noch einmal geändert werden muss“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann. Für den geplanten Neubau stehen zwei Areale in der engeren Auswahl (siehe Seite 4). Die Verwaltung bevorzugt einen Platz an der Haferbreite, dort gäbe es schon eine Sporthalle.

Von Mike Höpfner

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