„Niemand legt uns Steine in den Weg“

Erstes eigenes Projekt: Altmärker Zirkuskind baut an Weihnachtsshow

Alicia Spindler noch so gar nicht weihnachtlich.
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Alicia Spindler noch so gar nicht weihnachtlich.

Stendal – „Es ist super gelaufen“, jubelt Alicia Spindler nach dem Gespräch im Rathaus. Der Weihnachtszirkus in Stendal kann in diesem Jahr das erste Mal stattfinden und sich zu einer Tradition entwickeln.

„Niemand legt uns Steine in den Weg, die Stadt zieht mit, wahrscheinlich kommt sogar der Herr Oberbürgermeister zur Premiere am 22. Dezember. “ Offiziell bestätigt ist Letztgenanntes noch nicht. Für die 21-Jährige ist es das erste eigene Projekt. Sie werde damit zur jüngsten Zirkusdirektorin Deutschlands, sagt sie der AZ. Die Familie und der Circus Voyage stehen hinter ihr.

Das Unternehmen hatte einige Zeit sein Stammquartier im westaltmärkischen Brunau, Zirkuskind Alicia ging in der Gegend zwei Jahre zur Schule. Auch deshalb ist die Altmärker Weihnachtsshow, wie Spindler das Projekt selbst nennt, eine Herzensangelegenheit. „Im elterlichen Betrieb habe ich einiges gelernt.“ Circus Voyage betreibt in Berlin schon länger einen Weihnachtszirkus. Nun will die junge Frau mit Unterstützung der Familie durchstarten. Zaubershow, Pudelnummer und weitere Programmpunkte seien schon gesichert. „Natürlich spielt auch der Weihnachtsmann eine Rolle.“

Spindler: Attraktion jedes Jahr aufs Neue

Es komme natürlich viel auf das Ambiente an, die Show unterm Zirkuszelt müsse ihrem Namen alle Ehre machen. Bis zum 5. Januar 2020 soll der Weihnachtszirkus auf dem Schützenplatz seine Pforten öffnen. Die eigene Internetseite www.altmaerker-weihnachtsshow.de ist bereits freigeschaltet und wird weiter ausgebaut. Die ersten vier Karten für den Dezember seien online übrigens auch schon verkauft worden. Im Laufe des nächsten Jahres will die junge Frau den elterlichen Betrieb verlassen und sich auch beruflich ihrem Freund Leon anschließen, der mit einer Körperausstellung á la Gunther von Hagens in der Republik unterwegs ist.

Der Stendaler Weihnachtszirkus soll davon aber unberührt bleiben. Er soll möglichst jedes Jahr über die Bühne gehen und zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender werden. „Die Show ist und bleibt mein Projekt, auf das ich mich gut konzentrieren kann“, beteuert Spindler. Ein Weihnachtszirkus in Stendal sei der einzige zwischen Magdeburg und Schwerin, heißt es immer wieder aus der Zirkusszene. Die junge Frau setzt auf die Altmärker und unter anderem auch auf Publikum aus dem nur etwa 60 Kilometer entfernten Magdeburg.

VON MARCO HERTZFELD

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