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Erste Proben: Wohnbebauung in Stendal-Süd soll kommen

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Von: Stefan Hartmann

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Ein Graben mit daneben aufgeschüttetem Erdwall.
Gräben sind in Stendal-Süd entstanden. Die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft hat entlang der Rostocker Straße Bodenproben entnommen. © Hartmann, Stefan

Die mögliche neue Wohnbebauung in Stendal Süd hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Es wurden Bodenproben genommen.

Stendal – Die mögliche Wohnbebauung in Stendal-Süd hinterlässt ihre ersten neuen Spuren. Während es im März 2021 vonseiten der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) noch hieß, dass es vermutlich zwei Jahre, also bis Anfang 2023 dauern werde, bis sich etwas tue, ist man doch schon vorher tätig geworden. Südlich der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ verläuft nun entlang der Rostocker Straße ein Graben inklusive daneben aufgeschüttetem Erdwall bis zur Lemgoer Straße – allerdings unterbrochen von der Verlängerung des Eichelhäherwegs.

„Es wurden Probeschachtungen gemacht“, erklärt SWG-Chef Daniel Jircik auf AZ-Nachfrage. Dabei wurde nicht nur der Boden untersucht, sondern auch für die Stadtwerke Stendal nachgeschaut, welche Medien dort verlegt sind. Auch nach anderen Dingen wurde Ausschau gehalten. Immer wieder gebe es Gerüchte, dass sich dort alte Keller befinden sollen, was Jircik jedoch bestreitet.

Was nicht ist, kann aber noch werden. „Das sind im weitesten Sinne Bauvorbereitungen“, macht Jircik Hoffnungen darauf, dass das neue Wohngebiet tatsächlich Realität werden kann, wenn auch mit Einschränkungen: Eine Sache müsse noch geklärt werden, stellt der SWG-Geschäftsführer fest. „Aber ich bin optimistisch, dass die geklärt werden kann.“ Ob das Ergebnis letztendlich so aussehen werde, wie von allen Beteiligten gewünscht, könne er noch nicht abschätzen, aber: „Grundsätzlich stehen die Zeichen auf Go.“

Aus Perspektive der SWG sei es eine gute Entwicklung, dass Stendal-Süd eine Perspektive erhält, bewertet Jircik die Vorgänge. Gerade in jungen Familien sei das Thema eine „eigene Scholle mit eigenem Sandkasten“ zu finden, ein wichtiges Thema. Zwar schrumpfe die Stadt Stendal weiterhin, aber die Nachfragesituation habe sich geändert. So gebe es gleichzeitig Leerstand, aber auch Wohnanfragen, die nicht zu bedienen sind. Bei diesen sollen die zuletzt vorgeschlagenen 24 bis 28 Wohnungen und 39 Einfamilienhäuser helfen, die die SWG zu errichten plant.

Welches Detail noch zu klären ist, ließ SWG-Chef Jircik vorerst noch unbeantwortet. Und auch von der Stadtverwaltung war dazu noch keine Auskunft möglich. Nach dem Jahreswechsel sei das Planungsamt derzeit nicht voll besetzt, die Antwort werde nachgereicht, heißt es auf AZ-Anfrage aus dem Rathaus.

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