Erholungsort zapft am meisten

Blutspende-Bilanz der Ortsgruppe Arneburg-Krusemark: Großfabrik auf dem vorletztem Platz

755 Männer und Frauen legten sich in Arneburg, Hindenburg, im Zellstoffwerk, in Werben, Iden und Goldbeck auf die Liege.
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755 Männer und Frauen legten sich in Arneburg, Hindenburg, im Zellstoffwerk, in Werben, Iden und Goldbeck auf die Liege.

Arneburg-Goldbeck. „Männer spenden öfter als Frauen“, liest Stendals DRK-Präsident Dr. Dieter Denck aus der jüngsten Blutspenden-Statistik.

Landkreisweit 8262 Mal legten sich Frauen und Männer von Januar bis Dezember 2016 bei den rührigen Einsatzteams des regionalen Spitzenverbands der Freien Wohlfahrtspflege für die sprichwörtlich gute Tat auf die Liege. Als einer von insgesamt elf Ortsvereinen im Landkreis hat auch der Ortsverein Arneburg-Krusemark seinen Beitrag geleistet.

Vorsitzender Hartmut Ziehm erstellte die aktuelle Auflistung aller kollektiven „Aderlässe“ innerhalb der Verbandsgemeinde. Der Arneburger leitet das vierköpfige Führungsgremium des Ortsvereins, der im Oktober 1998 gegründet wurde, als noch die gleichnamige Verwaltungsgemeinschaft existierte. Die Gruppe wird damit nächstes Jahr kräftig jubiläumsreif. An insgesamt sechs Standorten zapfen Helfer des DRK-Blutspendedienst in Arneburg-Goldbeck den wichtigen Lebenssaft. Darunter zählt mit dem Zellstoffwerk bei Arneburg auch einer der wenigen Großbetriebe der Region zum Zuständigkeitsgebiet des Ortsvereins.

Auch wenn die Fabrik mit ihren mehr als 600 Beschäftigten über viel Potenzial an „Arbeiterblut“ verfügt, führt trotzdem der Standort Arneburg die Hitliste an, weil dort mit im Schnitt 46 Spendern die meisten Teilnehmer pro Termin registriert wurden. Viermal gab es in den Räumen der Grundschule des staatlich anerkannten Erholungsorts die Chance zum Geben, 185 Spender machten mit, darunter fünf Erstspender. Platz zwei belegt Goldbeck mit 172 Spenden bei fünf Terminen mit insgesamt drei Erstspendern in der Sporthalle an der Friedrich-Ebert-Straße. Das drittbeste Ergebnis sichert sich Iden, wo in der Grundschule, Rohrbecker Straße, übers Jahr 155 Spender bei vier Terminen mit neun Erstspendern gezählt wurden.

Im Hotel „Deutsches Haus“ ließen sich von Januar bis Dezember 94 Männer und Frauen in Werben an vergleichsweise nobler Adresse piksen. Es gab zwei Termine und einen Erstspender. Obwohl es eine Gelegenheit mehr als in der weltkleinsten Hansestadt gab, legten sich 2016 lediglich 91 Mitarbeiter des Großfabrik Zellstoffwerk an die Nadeln des DRK, darunter waren drei Erstspender. Am wenigsten Blut kam am Standort Hindenburg zusammen. In die Turnhalle, Breite Straße, kamen an zwei Terminen nur 58 Spender. Sechs Teilnehmer taten dies erstmals.

So bleibt für Ortsvereinschef Ziehm, Vize Uwe Fenn, Beisitzerin Marlies Hinz und Kassenwart Carmen Schaarschmidt viel zu tun. Dabei setzt der Vorstand weiter auf alle Blutspendegruppen innerhalb der 304 Quadratkilometer großen Verbandsgemeinde. Nächste Termine sind in Arneburg am Freitag, 3. März; in Iden am Donnerstag, 9. März; in Goldbeck am Mittwoch, 15. März, in Hindenburg am Mittwoch, 15. März und in Werben am Freitag, 24. März. Alle Blutspenden beginnen jeweils um 16 Uhr und gehen 19 Uhr zu Ende.

Von Antje Mahrhold

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