Entscheidung, die „richtig war“

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Schneiderin Brita Becker wagte im Oktober 2008 den Schritt in die Selbstständigkeit.

STENDAL. Er habe schon Tradition, sagte Landrat Jörg Hellmuth und meinte den Unternehmer- und Existenzgründertag im BIC. Die bereits 14. Auflage vereinte unterschiedliche Beratungsangebote mit kompetenten Ansprechpartnern. Von Berit Boetzer

Es sei wichtig, solche Veranstaltungen zu initiieren, meinte Hellmuth, schließlich gebe die Resonanz recht. Der Aktionstag ist ein Werk zwischen der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung im Landkreis Stendal und den Wirtschaftsförderungsbereichen von Stadt Stendal und Landkreis. Lobenswert sei das, was das Team um BIC-Geschäftsführer Thomas Barniske auf die Beine gestellt habe. Aber Hauptakteurin sei ego.-Pilotin Sabine Falk. Sie steht Existenzgründern zur Seite und das sehr erfolgreich, wie der Landrat wusste. Dr. Ulrich Cramer nannte Vorzüge, sein geschäftlicher eigener Herr zu sein: Entscheidungen können selbst getroffen werden, die Arbeitszeit ist flexibler und man kann sich frei entfalten. Der Abteilungsleiter im sachsen-anhaltinischen Wirtschaftsministerium verwies auf das gute Potenzial an Arbeitskräften im Bundesland und dieses gilt es in Zukunft auch zu nutzen.

Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte Michaela Juchum, die in Bismark eine Buchhandlung übernommen hat. Die junge Geschäftsfrau wurde für ihre Arbeit ausgezeichnet, darf sich nun über „Gründerin des Monats Juni 2010“ freuen. Michaela Juchum bedankte sich bei Sabine Falk, ohne sie „hätte ich einiges gar nicht erst hinbekommen“. Eine Erfahrung, die ebenso Brita Becker teilt. Die 37-Jährige aus Klein Möringen übernahm im Oktober 2008 ein Geschäft an der Theaterpassage in Stendal. Als gelernte Damenschneiderin führt Brita Becker nun den Laden ihrer ehemaligen Chefin weiter. Obwohl sie auch anfangs Zweifel hatte, war es letztendlich eine Entscheidung, „die für mich richtig war“. Brita Becker gehörte zu den Jungunternehmern, die den Gründermarktplatz ausmachten. Vergangenes Jahr zum ersten Mal organisiert, sollen Existenzgründer Interessierten Mut machen und über ihre Erlebnisse in der Geschäftswelt berichten.

Geballte Beratungskompetenz anzubieten – so bringt Geschäftsführer Barniske den Unternehmer- und Existenzgründertag auf den Punkt. Jährlich seien es zwischen 70 und 90 Neugründungen, dazu gehören um die 500 Beratungsstunden. Wer sich selbstständig machen möchte, erfuhr alles Wissenswerte rund um diesen Schritt. Ansprechpartner aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Versicherung waren am Aktionstag vor Ort und es konnten erste Kontakte geknüpft werden. Zudem gab es eine Podiumsdiskussion sowie Workshops, die sich mit den Themen Steuertipps für Existenzgründer und Finanzierung und Förderung für Gründer und Unternehmen im Bundesland auseinandersetzten.

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