Neues Gelände kommt gut an / Nur wenige murren über Auflagen

Endlich wieder Wochenmarkt in Stendal

Um Abstand bemüht: Auch wenn sich vor einigen Ständen Schlangen bilden, zeigten sich die Masken tragenden Besucher rücksichtsvoll.
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Um Abstand bemüht: Auch wenn sich vor einigen Ständen Schlangen bilden, zeigten sich die Masken tragenden Besucher rücksichtsvoll.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Stendal – Am Eingang werden Besucher von Mitarbeitern der Hansestadt begrüßt. Ein grünes Kärtchen wird ausgegeben, um die Besucherzahlen am neuen Standort des Wochenmarktes im Blick zu behalten – wer das Gelände verlässt, gibt sie wieder ab.

„Der neue Platz kommt gut an“, berichtet Christin Schwieger, Mitarbeiterin des Ordnungsamts, die am Ausgang die zurückgegebenen Karten für die nächsten Besucher desinfiziert.

Zwar habe es ein paar wenige Menschen gegeben, die gemeckert haben, die meisten seien jedoch froh, dass der Wochenmarkt wieder stattfinden könne und nehmen die Maßnahmen ohne großes Murren hin. Teilweise fänden die Besucher den neuen „Marktplatz“ sogar besser als den vor dem Rathaus, weil „mehr Platz ist“, wie Schwieger die Stimmung zusammenfasst.

Auf dem nah am Marktplatz liegenden neuen Gelände haben alle Händler einen Platz gefunden.

Auf dem Markgelände herrscht fröhliches Gewusel. Die Besucher sind um Abstand bemüht, auch wenn sich vor einigen Ständen manchmal Schlangen bilden. Auf der Suche nach ihren Lieblingsständen machen sie nur kurz Halt, um ihrer Freude über die erneute Ausrichtung des Wochenmarktes kundzutun. „Wunderbar“, „Alles super“, sagen sie, bevor sie sich wieder auf den Weg machen, um ihre Waren einzukaufen.

„Es ist noch ein wenig ungewohnt“, gibt Gemüsehändler Torsten Grund zu bedenken. Mit dem neuen Standort müssten sich alle erst zurechtfinden. Auf dem Marktplatz wisse jeder, wo die entsprechenden Händler zu finden sind. Trotz der ungewohnten Situation sei es gut, dass endlich eine Lösung für den Markt gefunden wurde. „Es hat wehgetan, drei Wochen nicht da zu sein“, erklärt Grund.

Auch Käsehändler Rudi Eisenga freut sich, wieder in Stendal auf dem Wochenmarkt zu Gast zu sein. „Alle geben sich Mühe“, freut er sich, wie vorbildlich die Besucher mit den notwendigen Auflagen während der schwierigen Zeit umgingen.

Große Chancen dafür, dass der Wochenmarkt auch nach der Pandemie auf dem Parkplatz stattfinden könnte, sieht Stadtsprecher Armin Fischbach jedoch nicht – unter anderem weil es derzeit auch Gespräche gebe, das Gelände zu verkaufen (AZ berichtete). Im Gegensatz zu dem noch relativ altbackenen Parkplatz sei der Marktplatz außerdem erst vor wenigen Jahren saniert worden. „Und man muss auch sagen, wie es ist: Als Verwaltungsparkplatz ist die Fläche auch nicht ganz unwichtig.“

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