Fall für den Bundesgerichtshof

Emilys Stiefmutter legt Revision ein

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Die Angeklagte Katja B. beim Prozessauftakt Ende Juli in Stendal.

mei Stendal / Bismark. Im Fall der zu Tode geschüttelten Emily aus Bismark hat die zu vier Jahren Haft verurteilte Stiefmutter Revision gegen das Urteil des Stendaler Landgerichts eingelegt.

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Nun wird sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit der Frage beschäftigen, ob die 21-jährige Katja B. schuldig ist oder nicht. Auch Emilys Vater, gegen den wegen Körperverletzung durch Unterlassen eine Bewährungsstrafe verhängt worden war, will das Urteil nicht hinnehmen.

Die 18 Monate alte Emily aus Bismark war im Februar an schweren Hirnverletzungen in der Magdeburger Uniklink gestorben. Laut einem Gutachten sind diese Verletzungen nur mit Schütteln zu erklären. Zur Tatzeit war die Angeklagte laut Urteil allein Zuhause. „Sie war mit der Erziehung des Kindes offensichtlich überfordert“, sagte damals ein Sprecher des Stendaler Landgerichts.

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