Stadtrat einstimmig für finanzielle Begrüßungsgeste / 5300 Euro im Haushalt

Elbestadt lockt Babys mit 350 Euro

An Idylle mangelt es in Arneburg nicht – aber an Neugeborenen. 
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An Idylle mangelt es in Arneburg nicht – aber an Neugeborenen.

Arneburg – „Wir müssen dafür sorgen, dass sich wiederjunge Ehepaare nach Arneburg trauen“, wünscht sich der Bürgermeister des Elbeorts mehr frisches Blut für seine Stadt. Ein Begrüßungsgeld für Neugeborene soll dafür der passende Anreiz sein.

Es ist diese Woche vom Stadtrat einstimmig beschlossen worden.

Einen gleichlautenden Vorschlag für eine Regelung, die für ganz Arneburg-Goldbeck gelten soll, hatte die Vorsitzende des Sozialausschusses im Verbandsgemeinderat, Gabriele Andert (Freie Fraktion) Mitte April bei der Sitzung des Gremiums in der Arneburger Stadthalle vorgetragen. Zu der Zeit lag allerdings die Idee der Arneburger bereits auf dem Tisch, hatte doch der Finanzausschuss der Elbestadt bereits Mitte Januar entsprechende Pläne diskutiert. Ungeachtet der Regelung, die für ganz Arneburg-Goldbeck zu erwarten ist, bekommen Eltern von Babys, die in Arneburg oder den Ortsteilen Beelitz und Dalchau wohnen, rückwirkend ab Januar 350 Euro Neugeborenen-Begrüßungsgeld. Der Betrag wird auf einem Sparbuch für vier Jahre festangelegt, „weil wir wollen, dass es den Kindern zugutekommt“, wie Stadtoberhaupt Lothar Riedinger (CDU) erläutert hat.

Etwa 60 Prozent der rund 1500 Einwohner Arneburgs seinen älter als 60 Jahre. Im Schnitt werden elf Babys pro Jahr in der Stadt registriert. „Das ist zu wenig, um den jährlichen Bevölkerungssaldo auszugleichen“, heißt es im Begründungstext zum Begrüßungsgeld, für das im Haushalt der Elbestadt ein Betrag in Höhe von 5300 Euro eingeplant worden ist. Riedinger: „Als Zeichen des Willkommens und der Wertschätzung junger Mütter und Väter soll jedes Neugeborene, dessen Hauptwohnsitz zum Zeitpunkt der Geburt die Stadt Arneburg ist, ein Begrüßungsgeld erhalten.“

VON ANTJE MAHRHOLD

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