Kosten sollen weniger steigen

Eintritt in Stendaler Tiergarten wird trotzdem teurer

Die Kosten für den Eintritt in den Tiergarten sollen weniger stark ansteigen, als von der Verwaltung geplant. Einen positiven Effekt auf die Finanzen soll es trotzdem geben. 
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Die Kosten für den Eintritt in den Tiergarten sollen weniger stark ansteigen, als von der Verwaltung geplant. Einen positiven Effekt auf die Finanzen soll es trotzdem geben. 

Stendal – Ernsthaft gegen die Eintrittskostenerhöhung des Tiergartens war keine der Fraktionen, die sich erstmals nach Bekanntwerden der Verwaltungspläne im Hauptausschuss damit auseinandersetzen durften.

Aufgrund steigender Kosten (AZ berichtete) sei diese Maßnahme notwendig, wie Vize-Oberbürgermeister Axel Kleefeldt erklärte.

„Wir wollen die Erhöhung abmildern“, meldete sich FSS/BfS-Fraktionschef Christian Röhl als erster zu Wort. Für einen so starken, wie vom Rathaus geplanten, Preisanstieg gebe es keine Rechtfertigung: Unter anderem, da zu Jahresbeginn, dem angedachten Datum zur Kostenanpassung, der neue Kiosk noch nicht stehen werde. Das bedeute eine geringere Attraktivität des Tiergartens insgesamt, während gleichzeitig der Preis angehoben wird. Nach dem Änderungsantrag der Fraktion soll unter anderem der Preis für Einzelkarten für Erwachsene nicht auf fünf, sondern auf vier Euro steigen. Kinder sollen zukünftig zwei statt 2,50 Euro zahlen. Insgesamt bedeuteten die Änderungen eine um rund 60.000 Euro geringere Einnahme pro Jahr, als von der Stadt im Ursprungsantrag vorgesehen.

Joachim Röxe (Fraktionsvorsitzender Die Linke/Die Grünen) dankte Röhl für den Vorschlag. „Wir setzen uns seit Jahren für moderate Preise ein“, erläuterte er. Wenn dessen Fraktion den Antrag nicht gestellt hätte, wäre ein ähnlicher von den Linken/Grünen gekommen.

„Wir sind preislich weiterhin im regionalen Vergleich ganz unten“, stellte Kleefeldt fest. Dass ein Tiergarten immer ein Zuschussgeschäft bleibe, ändere sich auch mit der von der Verwaltung avisierten Preisgestaltung nicht. Eine Erhöhung sei jedoch notwendig, um den Zuschuss zu verringern.

Herbert Wollmann (Fraktionsvorsitzender SPD/FDP/Ortsteile) äußerte sich zunächst skeptisch über den Änderungsantrag. Der Verwaltungsvorschlag sei gut, da ein Besuch des Tiergartens weiterhin im Vergleich sehr günstig bleibe und die Stadtkasse so entlastet werde.

Röhl entgegnete, dass die Verwaltung weiterhin eine Entlastung erfahre – nur falle sie etwas geringer aus, als geplant. Bei der Abstimmung waren sich alle Fraktionen einig und stimmten einstimmig für den Änderungsantrag sowie die Kostensteigerung. VON STEFAN HARTMANN

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