Fazit des Abgewählten: „Nicht jedem recht machen“

Eine Wappen-Uhr aus Schiefer für sieben Jahre

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Zehn nach Sechs ist für Uwe Großpietsch (l.) am Dienstagabend eine gute Zeit, offiziell Abschied zu nehmen von seiner Zeit als Rochauer Bürgermeister. Verbandsgemeinde-Chef Eike Trumpf bescheinigt ihm: „Wir haben viel erreicht.“

tje Goldbeck/Rochau. „Es ist ruhiger geworden“, resümiert Uwe Großpietsch knapp zwei amtsfreie Wochen. Sein Telefon klingele nun nicht mehr Sonntagfrüh. Beschwerdeanrufe wegen kalter Heizungen werde der 56-Jährige wenig vermissen.

Aber die Gestaltungskraft des Postens, den der Rochauer gern noch eine zweite Legislaturperiode fortgeführt hätte, werde ihm fehlen. „Das ist nun mal so in der Politik, man kann es nicht jedem recht machen. “.

Mit einer Schiefer-Uhr, die mit Rochaus Wappen bestückt ist, bedankt sich Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinde-Bürgermeister Dienstagabend in Verwaltungsamt für „sieben gemeinsame Jahre“. „Wir haben viel erreicht“, schüttelt der Christdemokrat Großpietschs Hand, „auch wenn wir uns nicht immer einig waren“, entgegnet der ihm darauf.

Und zählt die Höhepunkte seiner Amtszeit auf: Erhalt der Arztpraxis, der Rochauer Dorfkonsum, Sanierung der Mehrzweckhalle und Wohnblöcke Polkauer Straße/Eichenweg, die Installation des Nahwärmenetzes, der Anbau am Rochauer Sportlerheim und als eines der wichtigsten Ereignisse die 777-Jahr-Feier im Juni 2015. „Ich bedanke mich bei allen Ratsmitgliedern. Was wir in Bewegung gebracht haben, ging nur mit dem Gemeinderat“, nimmt Großpietsch vorweg, was er am Freitagabend bei der Vereidigung von Dirk Zeidler in der Kegelbahn in Rochau öffentlich erklären will.

Politisch bleibt das abgewählte Dorfoberhaupt im Verbandsgemeinderat aktiv. Dort engagiert sich der Rochauer für die AWG Klein Schwechten-Rochau als Mitglied im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Brandschutz. Den Verlust seines Amtes als Dorfoberhaupt sieht er nun gelassen: „Man ist ja auch älter geworden.“

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