Eine Schule verschwindet

Der Bagger reißt schon das Dach der alten Aula herunter und der rechte Teil der Schule besteht nur noch aus Schutt. Bald wird von dem ehemaligen Winckelmann-Gymnasium nichts mehr zu sehen sein.

Stendal - Bianca Lange. Seit vier Jahren steht das alte Winckelmann-Gymnasium an der Stadtseeallee leer. In dieser Woche haben die endgültigen Abrissarbeiten des Plattenbaus begonnen. Doch was auf der frei werdenden Fläche entstehen soll, ist bisher nicht geklärt.

Kran, Bagger und Lkw sind seit Beginn der Woche auf dem Gelände des ehemaligen Winckelmann-Gymnasiums an der Stadtseeallee zu sehen. Die rechte Seite des alten Schulhauses ist bereits nur noch ein Schutthaufen und auch die Aula ist zur Hälfte abgerissen. Bis auch der linke Flügel und die dazu gehörende Turnhalle niedergerissen sind, kann es nicht mehr lange dauern.

Vier Jahre wird das Haus schon nicht mehr genutzt und wartete auf eine neue Bestimmung. Bereits zu DDR-Zeiten beherbergte das Gebäude zwei Schulen, zum einen die EOS (Erweiterte Oberschule) und zum anderen die POS (Polytechnische Oberschule) „Pablo Neruda“. Nach der Wende zog das Winckelmann-Gymnasium in das Haus an der Stadtseeallee. Aber nach Sanierung der alten Schulgebäude in der Innenstadt verließ auch das Gymnasium diesen Standort und zog in die Innenstadt. Seit 2006 steht der Plattenbau leer. Pläne, das Gebäude anders zu nutzen, gab es seitdem mehrere. Beispielsweise wollte die „Stadt-Seeallee 51 GmbH“ von Uwe Fenn das Gebäude in ein Mehrgenerationen-Haus umwandeln.

Dieses Projekt wurde zwar energisch vorangetrieben, scheiterte aber letztendlich Ende 2009 an der Finanzierung. Nun wird die ehemalige Schule endgültig aus dem Stadtbild verschwinden. Doch was dort anschließend entsteht, kann der Landkreis noch nicht genau sagen. Denkbar wäre vielleicht eine Grünfläche, die sich in die parkähnliche Umgebung einfügt. Das Grundstück befindet sich noch im Besitz des Landkreises, aber es ist nicht sicher, ob es nicht doch verkauft werden wird. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass dort erst mal eine Brachfläche entstehen wird, die später neu gestaltet ins Stadtteilbild integriert werden soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare