Kreis-Gremium der CDU schlägt Carsten Wulfänger als Landratskandidaten vor

Eine goldrichtige Entscheidung

Carsten Wulfänger

bl Stendal. Landrat Jörg Hellmuth wird für eine dritte Wahlperiode in diesem Jahr nicht mehr antreten. Als seinen Nachfolger im Wahlkampf bestimmten die Gäste der CDU-Klausurtagung am Sonnabend einstimmig den zweiten Beigeordneten des Landkreises, Carsten Wulfänger.

Es soll einen nahtlosen Übergang geben, erklärte Wolfgang Kühnel, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten. Seit vier Jahren, seit dem 1. Oktober 2010, übt Wulfänger das Amt des zweiten Beigeordneten aus. „Das war nicht nur eine richtige Entscheidung, sondern eine goldrichtige“, erinnert sich Jörg Hellmuth während der Pressekonferenz. „Ich habe schnell gemerkt, dass es Spaß macht und dass das mein Ding ist“, so Wulfänger. „Ich fühle mich geehrt und werde die Herausforderung annehmen.“ Eingetreten ist Wulfänger erst im Jahr 2004 in die CDU, stand aber schon seit 1994 immer auf den Listen der Christdemokraten. Er habe auch immer die meisten Stimmen bekommen, erinnerte sich Kühnel am Sonnabend.

Als Diplom-Ingenieur für Informationstechnik arbeitete er ab 1989 in Havelberg. Nebenberuflich absolvierte er die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten für den gehobenen Dienst. Mit erst 26 Jahren wurde er im Mai 1990 zum Bürgermeister von Sandau gewählt, wo er geboren wurde, seine Schule besuchte und wo er auch heute immer noch wohnt. Nachdem die Verwaltungsgemeinschaften gemäß den Einwohnerzahlen immer größer wurden, behielt er dort die Stelle des Verwaltungsleiters inne, erst in Sandau, später beim Elbe-Havel-Winkel in Schönhausen. „Das war damals auch schon eine Herausforderung“, so Wulfänger. Mit ihm habe man eine gute Alternative, wenn sich Jörg Hellmuth der Wahl zum Bundestagsabgeordneten stellt und politisch den Landkreis verlässt, ist sich Kühnel sicher. Über die Kandidatur entscheidet aber letztendlich die Mitgliederversammlung am 12. Juni.

„Ich hatte den besten Lehrer, den man sich vorstellen kann“, fühlt sich Wulfänger, mit Blick auf Hellmuth, aber für die neuen Aufgaben eines Landrates gewappnet.

Das ist Carsten Wulfänger

Der 48-jährige Sandauer ist seit dem 1. Oktober 2008 als Zweiter Beigeordneter des Landkreises Stendal im Dienst. Nach dem Abitur, beendete er sein Studium in Ilmenau als Diplom-Ingenieur für Informationstechnik.

Im Mai 1990 wurde er in den Stadtrat von Sandau gewählt und übernahm im selben Jahr das Amt des Bürgermeisters. Da war er 26 Jahre alt. Amtszeiten als Verwaltungsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Elb-Havel-Winkel und Elbe-Havel-Winkel in Sandau und Schönhausen folgten, bevor er 2008 zum Landkreis kam. 2004 trat er in die CDU ein.

Wulfänger ist verheiratet und hat zwei Kinder (15 und 21 Jahre).

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