Sachsen-Anhalt-Tag 2022: Ex-Planer Fritz rät zu schnellem Handeln / Stadtrat kann Weg freimachen / Positives Signal aus Staatskanzlei

„Ein Landesfest kann glücken, wenn alle mitziehen“

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In der Altmark fand das Landesfest bislang dreimal statt. Die Osterburger feierten 2007 mit ihren Gästen. Der Sachsen-Anhalt-Tag 2016 findet in Sangerhausen (Mansfeld-Südharz) statt.

Stendal. „Will sich Stendal ernsthaft um den Sachsen-Anhalt-Tag 2022 bemühen, muss schon jetzt an die materiell-technischen Voraussetzungen gedacht werden.“

Hans-Jürgen Fritz, der das Landesfest 1997 in Stendal mit anderen federführend organisiert hat, meint damit „ganz simple Dinge wie Strom, Wasser, Licht“ und natürlich das liebe Geld. „Aus den Unterlagen von damals kann man erkennen, wo es Schwierigkeiten gegeben hat. Ohne Energieleitungen und andere wichtige Voraussetzungen hat das Ganze keinen Sinn. “ Das eigentliche Programm ließe sich drei, vier Jahre davor anstoßen.

Aus dem Rathaus kommen derweil weitere optimistische Signale. Nach dem formlosen Antrag 2015 gebe es inzwischen aus der zuständigen Staatskanzlei in Magdeburg die „Zusicherung im genannten Jahr das Landesfest möglichst nach Stendal zu vergeben“. Entschieden ist damit allerdings noch nichts. „Natürlich wird der Stadtrat in alle Phasen der Vorbereitung und der Finanzierung umfänglich einbezogen“, so Stadtsprecher Klaus Ortmann gegenüber der AZ. Oberbürgermeister Klaus Schmotz werde dem Gremium bei einer der nächsten Sitzungen ein entsprechendes Beschlusspapier vorlegen.

Erste Überlegungen für die Ausrichtung eines weiteren Landesfestes nach 1997 gab es bereits im Zusammenhang mit den Vorbereitungen des 850. Stadtjubiläums 2015. Ortmann: „Wir haben uns dann sehr schnell für das 1000-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung Stendals entschieden, wohlwissend, dass die Ausrichtung eines Sachsen-Anhalt-Tages erhebliches vorbereitendes Potenzial benötigt und auch für die Größe der Hansestadt einen finanziellen Kraftakt bedeutet.“

Fritz, der damals mit Bernd Hinze aus dem Landratsamt heraus die Stadt unterstützte, hält ein zweites Landesfest für erstrebenswert. „Ein Landesfest kann glücken, wenn denn alle mitziehen und es keine großartigen Fehler gibt.“ Der Sachsen-Anhalt-Tag sei für Städte wie Stendal gemacht. „Stendal ist die einwohnerstärkste Stadt zwischen Magdeburg und Schwerin.“ Landesfeste wie die in Osterburg (2007) und Gardelegen (2011) sollten „doch eher die Ausnahme bleiben“.

Stendaler Fritz hat einige Jahre lang auch das Stadt- und Spargelfest in Osterburg federführend organisiert. „Eine gute Planung ist alles.“ Der Ruheständler empfiehlt, sich schon mit dem 50. Rolandfest 2017 und denen der Jahre danach konzeptionell auf ein Landesfest 2022 in Stendal vorzubereiten. Fritz: „Tausende Menschen würden in unsere Altmark strömen. Ein Landesfest kann für eine Stadt nicht nur Kultur und Lebensfreude bedeuten, sondern Gastronomie, Handel und weiteren Bereichen einen Schub bescheren.“

Von Marco Hertzfeld

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