Grüne und BUND kämpfen jetzt für die Autobahn

„Ein dreistes Ding aus dem Tollhaus“

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Noch hält sich der Verkehr auf dem ersten A 14-Abschnitt in Grenzen. Die Lkw fahren weiter durch Colbitz.

Colbitz. Verkehrte Welt: Ausgerechnet die Grünen und die Umweltorganisation BUND machen sich jetzt für die Autobahn stark. Konkret geht es um den ersten A14-Abschnitt bei Colbitz, der vor drei Wochen für den Verkehr freigegeben wurde.

Weil die Strecke bisher wenig vom Schwerlastverkehr genutzt wird und viele Brummis nach wie vor durch den Ort rauschen, fordern die Grünen und der BUND die Sperrung der Bundesstraße 189 in diesem Bereich für Lkw, damit der Durchgangsverkehr auf der neuen A 14 rollt und die Colbitzer nicht weiter leiden müssen.

Dabei haben die Grünen die Autobahn von Anfang an bekämpft und die Klagen des BUND unterstützt. In einem Kompromiss wurde schließlich dem Bau der Autobahn bei Colbitz vor Gericht zugestimmt.

„Erst wird eine überdimensionierte Straße – nämlich ein vierspuriger Autobahnabschnitt – an eine Stelle in die Landschaft gesetzt, wo eine zweispurige Ortsumfahrung die verkehrliche Funktion ebenso gut erfüllt hätte. Und danach nimmt es die Landesregierung hin, dass die Bevölkerung im Ort nach wie vor unter dem Lkw-Verkehr leidet“, schimpft Dietmar Weihricht, Sprecher der Grünen im Landtag. Genauso sieht es Oliver Wendenkampf vom BUND: „Schon jetzt zeigt sich, was seitens der Landesregierung immer abgestritten wurde, der BUND aber ebenso lange prognostiziert hat. Der Schwerlastverkehr nimmt die A 14 nicht an, sondern rollt weiter über die B 189 und belastet damit weiter die Durchfahrten und die Bewohner von Colbitz.“ [...]

Von Christian Wohlt und Ulrike Meineke

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