„Eckstein“ investiert in Nachwuchs: Jugendliche fahren nach Magdeburg

Stendaler Jugendclub ist Preisträger des „Ideenstifter“-Wettbewerbs

Der Jugendclub „Eckstein“ bietet Heranwachsenden aus Stendal zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. In den Sommerferien werden unter anderem Palettenmöbel gebaut, für ein Dutzend Jugendlicher ging es kürzlich nach Magdeburg.
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Der Jugendclub „Eckstein“ bietet Heranwachsenden aus Stendal zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. In den Sommerferien werden unter anderem Palettenmöbel gebaut, für ein Dutzend Jugendlicher ging es kürzlich nach Magdeburg.
  • Mike Höpfner
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Stendal. Sie sind in der bunten Vereinslandschaft der Hansestadt längst eine feste Größe, die sich vornehmlich mit Jugendlichen beschäftigt.

Mit ihrer Arbeit überzeugten sie auch im vergangenen Jahr die Jury des „Ideenstifter“-Wettbewerbs der Altmärkischen Bürgerstiftung. Und holten sich den dritten Platz. Insgesamt 1000 Euro hat der Verein „Lebendige Steine“ dafür erhalten. Insbesondere der dort integrierte Jugendclub „Eckstein“ bietet Heranwachsenden Möglichkeiten, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen. Somit sind 1000 Euro eine Summe, die der Verein für seine Arbeit gut gebrauchen kann, wie Jugendclub-Verantwortlicher Samuel Kloft im AZ-Gespräch sagt.

„Einen Teil des Geldes konnten wir schon sinnvoll einsetzen“, erklärt Kloft, „unser Hauptantrag beinhaltete, dass wir mit den Jugendlichen einen Ausflug zum Indoorspielplatz nach Magdeburg realisiert haben.“ Gut ein Dutzend Jugendlicher habe an dem Ausflug teilgenommen. Der Jugendclub würde ansonsten von zahlreichen jungen Altmärkern aufgesucht. „Aber da gibt es immer eine hohe Fluktuation. Einige der Heranwachsenden haben zum Beispiel erst zu spät davon erfahren. Zudem waren Clubferien. Das kann für Verwirrung sorgen“, so Kloft.

Doch auch der integrative Grundgedanke konnte angesichts der Teilnehmerzahl umgesetzt werden. „Die Teilnehmer kommen zu zwei Dritteln aus dem Quartier, also Stadtsee. Ein Drittel sind Flüchtlinge“, berichtet der Clubleiter. Mit diesem Ausflug sei auch bereits die Hälfte des Preisgeldes investiert. „Allein, weil wir einen Bus chartern mussten und die Eintrittsgelder bezahlt haben, war ein Teil des Geldes weg.“

Aber natürlich soll auch das noch vorhandene Geld wieder in die Arbeit mit Heranwachsenden investiert werden. Kloft: „Es wird noch zwei weitere Ausflüge im Frühjahr geben.“ Die Fahrten werden aller Voraussicht nach einen geringeren Umfang haben als die Fahrt in die Landeshauptstadt. „Das wird eher etwas, was man als verbindende Aktion machen kann. Beispielsweise eine Fahrt zum Abenteuerspielplatz nach Hassel oder ähnliches“, sagt Kloft auf AZ-Anfrage. Projekte, bei denen es vor allem um recht komplexe Inhalte geht, wie etwa der Besuch des Winckelmann-Museums, seien aufgrund der Sprachbarriere nur schwer möglich. „Die Jugendlichen sollen ja auch was von dem Tag haben“, findet Kloft. Der Ideenstifter-Wettbewerb soll auch in diesem Jahr wieder ausgetragen werden. 2016 gab es keinen ersten Platz, das Geld wurde neu verteilt.

Von Mike Höpfner

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