Gebremste Euphorie zur Ansiedlung einer Megafabrik aus Amerika

E-Autos aus der Altmark?

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Tesla-Fahrzeuge.

ct Altmark / Magdeburg. Der amerikanische Weltkonzern Tesla sucht in Europa nach einem Standort für seine neue riesige Elektroautofabrik. Warum nicht in der Altmark? „Wir sollten darüber nachdenken“, meint Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos).

Für ihn liegen die Vorteile auf der Hand: zentrale Lage, erschlossene Gewerbeflächen, gut ausgebildete Arbeitskräfte, (bald) schnelles Internet und Autobahnanschluss sowie reichlich Energie in Form von Windkraft vor der Haustür. Das wäre ökonomisch und ökologisch zugleich.

In den sozialen Netzwerken wird die Idee lebhaft diskutiert. Auch das für Ansiedlungspolitik zuständige Landes-Wirtschaftsministerium hat sich bereits mit dem Thema befasst. Die Altmark war jedoch für Magdeburg nicht unbedingt die erste Option. Sprecher Matthias Stoffregen bremst insgesamt die Euphorie. Bereits im November 2016 habe Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) Tesla-Gründer Elon Musk angeschrieben und für ein Investment in Sachsen-Anhalt geworben. Als Reaktion habe Tesla angekündigt, auf Sachsen-Anhalt erneut zukommen zu wollen, wenn sich die Investitionspläne in Europa konkretisieren. „Wie bereits aus den Medien zu entnehmen war, favorisiert Musk jedoch eine Investition entlang der deutsch-französischen Grenze“, so Stoffregen. Dennoch werde das Ministerium erneut den Kontakt zur Tesla-Europazentrale in Amsterdam suchen. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Interessenbekundung des Tangerhütter Bürgermeisters“, so Stoffregen. Sollte es bei der Haltung von Tesla bleiben, sich an der deutsch-französischen Grenze anzusiedeln, wolle man Tangerhütte dennoch auch für mögliche andere Investitionsprojekte im Blick behalten.

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