Spielstätte soll unbedingt 2020 saniert werden / Stadtrat bekommt Papier auf den Tisch

Druck erhöht: Kein Theater um steigende Kosten in Stendal

Das Theater in Stendal soll nach einigem Hin und Her nun zumindest nächstes Jahr modernisiert werden.
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Das Theater in Stendal soll nach einigem Hin und Her nun zumindest nächstes Jahr modernisiert werden.

Stendal – Die Stadtverwaltung macht Druck. Die Sanierung des Theaters der Altmark (TdA) soll möglichst nächstes Jahr beginnen. Dass die Arbeiten der Stadt circa 900 000 Euro teurer kommen als geplant und deutlich weniger Fördergeld fließt, soll daran nichts ändern.

Ein entsprechendes Papier bekommt der Stendaler Stadtrat zu seiner ersten richtigen Sitzung nach der Sommerpause am 9. September zum Beschluss vorgelegt.

Die Modernisierung des Komplexes soll gut viereinhalb Millionen Euro kosten. Vom Land kommen nur circa 2,8 Millionen Euro. Damit muss die Stadt rund 1,7 Millionen Euro aus eigener Kasse nehmen. Ohne grünes Licht der Politik läge das Projekt erst einmal auf Eis.

So oder so müsse das Theater an der Karlstraße saniert werden, heißt es aus dem Fachamt. Passiere dies nicht 2020, müssten die Handwerker irgendwann darauf die Jahre anrücken. Gäbe es dann keine gesonderten Förderprogramme, müsste die Kommune alles selbst bezahlen. Aktuell profitiert die Einheitsgemeinde, wie mehrmals berichtet, vom Programm Stark III plus Mitteln aus dem EFRE-Topf (energetische Sanierung öffentlicher Gebäude). Die erste große Modernisierung liegt bereits mehr als zwei Jahrzehnte zurück.

Gebäude und Technik müssten unbedingt erneuert werden. Für die veraltete Lüftungsanlage beispielsweise gebe es noch nicht einmal mehr ausreichend Ersatzteile. Die Spielstätte selbst bereitet sich seit Monaten auf die Arbeiten vor, spricht von einer Schließzeit bis Herbst und Ausweichquartieren. „Das Theater hat sich darauf eingestellt und wird bis zum geplanten Baubeginn im Januar 2020 sämtliche Räumlichkeiten leerziehen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der größte Teil der Bauarbeiten soll bis Ende Oktober 2020 erledigt sein. Könnte das Haus wegen des Ausfalls maroder Technik im ungünstigsten Fall mehrere Wochen oder gar Monate nicht bespielbar sein, käme es zu massiven Einnahmeverlusten und zusätzlichen Kosten. „Die täglichen Stillstandskosten des TdA belaufen sich auf 11 583 Euro“, hat das Rathaus ausrechnen lassen.  tz

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