BUND lehnt Vorbedingungen für Runden Tisch ab

„Druck, damit die Vernunft siegt“

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ct Altmark. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist die Vorwürfe, zur A14-Nordverlängerung eine Blockadehaltung zu beziehen, zurück.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte die Umweltschützer im Gespräch mit der Altmark-Zeitung scharf kritisiert, zugleich aber angeboten, an einem Runden Tisch strittige Fragen zu diskutieren. Voraussetzung sei, dass der BUND die Autobahn akzeptiert und von Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof absieht.

„Auch Herr Haseloff sollte mitbekommen haben, dass man an einem Runden Tisch vorab keine Kapitulation der Gegenseite fordern kann“, sagte Werner Reh, Referent des BUND-Bundesvorstandes. Eine Teilnahme komme nur infrage, wenn auch Alternativvarianten zur Autobahn geprüft würden. Die Beschwerde gegen die Autobahn vor der EU werde aufrecht erhalten. „Wir brauchen Druck, damit die Vernunft siegt“, so Reh. Er fordert den Ausbau der Bundesstraße 189, nebst Ortsumgehungen. Der Baustart bei Colbitz sei letztlich dem BUND zu verdanken, da er sich vor Gericht zu einem Kompromiss bereit erklärt habe: „Wir hätten den Prozess haushoch gewonnen.“

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