Elfte Auflage des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ in der Katharinenkirche

Von Drohnen, Wasser und Make-up

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Tim Hahnemann und Finn Fuchs aus Wernigerode beschäftigten sich mit Drohnen.

Stendal. Gestern fand die elfte Auflage des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ im Stendaler Musikforum in der Katharinenkirche statt. Landrat Carsten Wulfänger (CDU) begrüßte 80 Jungforscher aus Sachsen-Anhalt und zeigte sich beeindruckt von 49 Projekten, die in diesem Jahr für eine neue Rekordteilnahme sorgen.

Johanna Zobel und Klara Hinkeldey erforschten die Bestandteile von Make-up.

Es sei ein Tag, an dem bewiesen werde, dass Jugendliche nicht nur mit dem Handy spielen, so der Landrat. Schüler und Schülerinnen befassten sich mit alltäglichen Dingen des Lebens und haben dabei die Zukunft der Menschen und die Erde im Blick. 17 Juroren bewerteten die sieben Fachgebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik.

So befassten sich Tim Hahnemann und Finn Fuchs mit Drohnen, den neuen Herrschern am Himmel. Die modernen unbemannten Kleinstfluggeräte seien nicht nur Hightech-Spielzeug, sondern ersetzten durch ihre Kraft und Kompaktheit Hubschrauber und Flugzeuge. Die beiden Gymnasiasten aus Wernigerode machten interessante Entdeckungen bei Messungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit in verschiedenen Höhen.

Drei Grundschüler aus Jübar bauten ihr eigenes Klärwerk, um für die Zukunft glasklares Wasser zu haben. Zwei junge Damen aus Magdeburg fragten sich, wie rein eigentlich Make-up ist und fanden Erschreckendes heraus. Abgelaufene, angebrochene Kosmetika sowie Schwamm und Pinsel, die sie zum Auftragen benutzten, waren mit Schimmelsporen belastet. Auf diesen Artikeln sei kein Mindesthaltbarkeitsdatum zu finden. Genau wisse man auch nicht, wie lange Lidschatten, Lippenstift oder Mascara schon offen sind. Johanna Zobel und Klara Hinkeldey tauschen ihre Kosmetika regelmäßig aus, waschen die Pinsel und gehen bewusster damit um.

Die Öffentlichkeit konnte sich am Mittag an den einzelnen Ständen informieren. Am Nachmittag fand die Preisverleihung statt. Zur Preisverleihung kündigte sich hoher Besuch aus der Politik an. Die geschäftsführende Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, Landtagspräsidentin des Landtags Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch, sowie Dr. Sven Baszio, geschäftsführender Vorstand der Stiftung „Jugend forscht“ aus Hamburg, wurden zur Preisverleihung erwartet. Die Regionalsieger nehmen am Landesfinale teil. Das Landesfinale findet am 4. und 5. April in Magdeburg statt, und das Bundesfinale wird vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt ausgetragen.

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik. Er wurde 1965 von Henri Nannen initiiert. Veranstalter des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs ist die Stiftung „Jugend forscht“, die Ausrichtung der Wettbewerbe erfolgt mit Patenunternehmen.

Wer beim Wettbewerb in Stendal Preise ergattern konnte, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der AZ.

Von Ute Krug

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