Die ersten Babys 2014 in Stendal: Drillinge

Dreifaches Glück in Stendaler Kinderklinik

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Die Drillinge Carla (v.l.), Fiona und Leonard erblickten am 3. Januar das Licht der Welt.

cbo Stendal. Enttäuscht sind Carla, Fiona und Leonard sicher nicht, dass sie nicht die ersten in 2014 waren, die in Stendal entbunden wurden. Auch so ist ihnen sicher, dass ihre Geburt so schnell nicht vergessen wird, denn sie waren Teil einer sehr seltenen Drillingsgeburt.

„Die Wahrscheinlichkeit, Drillinge zu bekommen, liegt nur bei 0,01 Prozent“, sagte der Chefarzt der Stendaler Kinderklinik Hans-Peter Sperling. Die letzte Drillingsgeburt in Stendal hatte es 2008 gegeben. Im Schnitt komme solch ein Ereignis in Stendal einmal in zehn Jahren vor. Entsprechend groß war der Aufwand, der in der Klinik betrieben werden musste, damit die Geburt ohne Komplikationen ablaufen konnte. Die drei Neuankömmlinge wurden per Kaiserschnitt zur Welt gebracht, was bei Drillingen im Grunde üblich ist. „Es ist eher die Regel, dass Drillingsgeburten geplant werden, da im Falle einer spontanen Geburt zu viel schief gehen könnte“, erklärte Sperling. Teil der Planung muss zum Beispiel sein, dass für jedes Neugeborene jeweils ein Spezialist für Neugeborenenmedizin vor Ort ist sowie eine speziell für diesen Fall zusätzlich ausgebildete Schwester, die sich zusammen um die wichtige Erstversorgung kümmern. „Normal sind sicher nicht drei Kollegen gleichzeitig vor Ort“, sagte Sperling, dass für dieses seltene Ereignis Extraschichten geschoben wurden. Was das Team der Frauen- und Kinderklinik jedoch gern getan hat, um der Mutter den Wunsch zu erfüllen, möglichst heimatnah zu entbinden.

Die drei kleinen Tangermünder kamen am 3. Januar circa acht Wochen zu früh auf die Welt und wogen jeweils etwa 2100 Gramm. Normal ist bei Neugeborenen ein Gewicht um die 3500 Gramm. Extreme Frühgeburten waren sie vom Gewicht her aber nicht mehr. Dennoch mussten sie erstmal in den Inkubator. Diesen brauchen sie mittlerweile nicht mehr und dürfen vermutlich in ein oder zwei Wochen mit ihren stolzen Eltern nach Hause. Dort freut sich auch die dreieinhalbjährige Amelie schon auf ihre neuen Geschwister.

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