124 Anwärter treten bei Wiederholung der Stadtratswahl an

Stendaler OB-Wahl am 21. Juni: Drei Stimmzettel am Wahlsonntag

Stendal. Über ein Jahr nach den Manipulationen bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wird der Rolandstädter Stadtrat am kommenden Sonntag, 21. Juni, komplett neu gewählt.

Parallel dazu können die Wähler entscheiden, ob sie dem amtierenden Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) für die kommende Amtszeit von sieben Jahren noch einmal ihr Vertrauen schenken oder Reiner Instenberg (SPD) beziehungsweise Katrin Kunert (Die Linke) ihre Stimme geben. Auch eine Bürgerbefragung ist Teil der Wahl.

Für den Stendaler Stadtrat gehen insgesamt 124 Kandidaten ins Rennen. Das sind 20 Rats-Anwärter mehr als noch im vorigen Jahr. Der Stadtrat wird unverändert 40 Mitglieder haben. Mit zwei Kandidaten ist erstmalig die Alternative für Deutschland (AfD) auf dem Stimmzettel vertreten. Hinzu kommen drei Einzelwahlvorschläge.

Jeder Wähler hat für die Wiederholung der Stadtratswahl drei Stimmen. Wer stimmberechtigt ist, kann alle drei Stimmen einem einzigen Bewerber geben oder sie auf verschiedene Bewerber derselben Partei oder unterschiedlicher Parteien aufteilen.

Wichtig ist, dass nicht mehr als drei Kreuze auf dem gelben Zettel gemacht werden dürfen, da der Stimmzettel sonst ungültig ist.

Auf dem Stimmzettel für die Oberbürgermeisterwahl dagegen haben Wähler nur eine Stimme für einen der drei Kandidaten. Weiterhin findet am Wahlsonntag eine Bürgerbefragung statt, in der Stimmberechtigte darüber abstimmen dürfen, ob auf dem Sperlingsberg auch weiterhin geparkt werden darf. Briefwähler können darüber am Sonntag mitabstimmen oder bereits während dieser Woche. In Zimmer 26 des Stadthauses, Markt 14/15, kann jeder Briefwähler gegen Vorlage des Personalausweises einen Stimmzettel für die Bürgerbefragung erhalten.

Jeder Stendaler, der zur Wahl berechtigt ist, hat für die Stimmvergabe im Vorfeld eine Benachrichtigungskarte erhalten, auf der der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben sind. In der Hansestadt und ihren Ortsteilen gibt es 37 Wahllokale, zusätzlich werden zwei Briefwahllokale eingerichtet. In der Zeit von 8 bis 18 Uhr werden die Stimmzettel am Sonntag von den Wahlhelfern ausgehändigt.

Von Mike Höpfner

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