Verkehrsminister bleibt dennoch optimistisch, dass das Projekt plangemäß fertiggestellt werden wird

Drei Klagen gegen A-14-Abschnitt

+

Landkreis/Magdeburg (ct). Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den A 14-Abschnitt Dolle-Lüderitz sind drei Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anhängig. Darüber informierte Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) auf Nachfrage der Altmark-Zeitung.

In zwei Fällen monieren Anwohner aus Lüderitz den ihrer Meinung nach mangelhaften Lärmschutz. Beim dritten Verfahren handelt es sich um eine Verbandsklage der Umweltschutzorganisation BUND, die sich mit den Artenschutzmaßnahmen befasst (AZ berichtete).

Ein Viertel der Bausumme für die A 14, soviel wie bei keinem anderen Straßenbauprojekt, sei für den Arten- und Naturschutz vorgesehen. „Der BUND beklagt diese Grünmaßnahmen“, zeigte sich der Minister entrüstet.

Er drückte die Hoffnung aus, dass das Bundesverwaltungsgericht die BUND-Klage nicht zulässt. Die Organisation habe sechs Wochen Zeit eine stichhaltige Begründung zu liefern. Bei einem anderen Abschnitt der A 14 in Mecklenburg-Vorpommern sei das nicht gelungen, sodass dort gebaut werden kann.

In Sachen Lärmschutz hätten sich die Planungsbehörden an die geltenden Vorschriften zu halten. Das sei in vollem Umfang berücksichtigt worden. „Mehr ist nicht möglich“, sagte Webel.

Der Minister wandte sich auch gegen Forderungen, statt einer neuen Autobahn die bisherige Bundesstraße 189 auszubauen. Dieses Projekt stehe nicht im Bundesverkehrswegeplan und könnte (wenn es überhaupt in die Novellierung 2014 aufgenommen würde) frühestens ab 2021 realisiert werden. „Dann wollen wir aber schon auf der A14 von Magdeburg bis Schwerin fahren. Und ich denke, wir schaffen das“, zeigte sich der Minister zuversichtlich.

Wann der bereits für „Ende Sommer“ angekündigte Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 1.3 (Colbitz – Dolle) vorliegt, ließ er offen. „Ich gehe davon aus, dass dies zeitnah der Fall ist“, erklärte Webel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare