Hindenburger organisieren ein Stelldichein für Generationen, damit sich Jung und Alt im Ortsteil besser kennenlernt

Ein Dorf geht sich nicht mehr aus dem Weg

Zur Bühne erklärten die Mädchen und Jungen der Hohenberg-Krusemarker Tagesstätte „Villa Spatzennest“ die Ausfahrt des Hindenburger Feuerwehrdomizils. Fotos (3): privat

Hindenburg. Ein Rezept für den demografischen Wandel fanden Hindenburgs Aktive von Förderverein und Ortswehr bei ihrer Premiere zwar nicht, aber das samstägige Stelldichein bei Sonnenschein wird den Bewohnern des Dorfs sicher in guter Erinnerung bleiben.

„Es ist nur schade, dass das Dorf immer kleiner wird“, konstatierte Karin Klein im Netz auf hindenburger-dorfgeschichten. beepworld. de ein Stimmungsbild des rund 370 Seelen Ortsteils von Hohenberg-Krusemark.

„Es ist uns als Verein und freiwillige Feuerwehr wichtig, dass sich ältere und jüngere Menschen im Dorf besser kennen lernen“, hatte Jens Felix Willing im Vorfeld der Hindenburger Premiere angekündigt. Der dann zum 7. September ausgerufene „Tag der Generationen“ sei ein „gelungener Tag“ geworden. Er habe Gelegenheit geboten, dass Jung und Alt miteinander in Kontakt kommen. „Es nimmt immer mehr zu, dass jüngere Menschen Älteren aus dem Weg gehen“, weiß der Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins. Ziel sei es deshalb, ausdrücklich, „alle Bewohner und Gäste egal welchen Alters in die verschiedenen Aktivitäten des Dorflebens einzubeziehen – vom Kaffeeklatsch bis zum beschwingten Musikabend“.

Dabei ist Willing besonders auch dem Engagement der Vize-Fördervereinsvorsitzenden dankbar. Kim-Vivien Voit habe sich schon im Vorfeld vehement „für die Durchsetzung dieser Veranstaltung stark gemacht“. Und ohne den Einsatz der zahlreichen Helfer und Unterstützer wäre die Premiere sowieso undenkbar gewesen.

So aber zog das Treiben am und im Gerätehaus des Hindenburger Wehrdomizils die Einwohnerschaft an. Sie erlebte etwa den niedlich-lustigen Auftritt der Mädchen und Jungen der Hohenberg-Krusemarker Kindertagesstätte „Villa Spatzennest“, wofür kurzerhand die Einfahrt des Hindenburger Feuerwehrstützpunkts zur Bühne umfunktioniert wurde.

Emotionale Momente lieferte ein aussagekräftiger Film- und Foto-Beitrag über die Ereignisse während der Juni-Hochwasserkatastrophe. Das Dokument hatte Feuerwehrmitglied Hagen Süß dem versammelten Generationstagspublikum vorgeführt. „Er hat den interessanten und berührenden Film zusammengestellt“, würdigt Willing diesen Hindenburger „Flutfilm“. Auch Geschichtliches über die Ortswehr spielte mit.

Für den Aktionstag hatten sich die Organisatoren in der Woche vor dem Ereignis mehrmals getroffen. Restabsprachen beschäftigten die Truppe fast bis zum Ereignistag. Dabei war bedacht worden, dass Treffen zwischen Jung und Alt den Appetit fördern. Zur Stimmung trugen so auch die Verlockungen des Kuchenbasars bei, dessen Reize mit Hamburger und Bratwurst mithielten.

Von Antje Mahrhold

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