Ein doppelter Anschluss

Hanse- und Rolandstadt Stendal erhält zwei Abfahrten von der Autobahn 14

Jahrelang hieß die geplante Abfahrt „Burgstall“. Nun ist die offizielle Bezeichnung „Tangerhütte“.
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Jahrelang hieß die geplante Abfahrt „Burgstall“. Nun ist die offizielle Bezeichnung „Tangerhütte“.

Stendal – Stendal liegt bald nicht mehr „In the middle of nüscht“, sondern mittendrin im Schnellstraßennetz. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis die Rolandstadt Autobahnanschluss erhält, dann wird sie aber gleich doppelt angebunden sein.

Die Arbeiten an der A 14-Nordverlängerung werden in diesem Jahr in jedem Fall einen großen Schritt vorankommen.

Knapp 13 Kilometer umfasst die sogenannte Verkehrseinheit 1.5 die Stendal auf westlicher Seite tangiert. Sie beinhaltet zwei Anschlussstellen (AS), deren Bezeichnungen selbst Einheimische zunächst etwas verwirren wird. Denn neben der Anschlussstelle „Stendal“, die die A 14 zwischen Insel und Döbbelin an die B 188 anbindet, wird es auch eine AS „Stendal-Mitte“ geben. Die wird jedoch nicht in der Mitte, sondern nördlich der Stadt gebaut und war ursprünglich als AS „Uenglingen“ ausgewiesen, da sie sich in unmittelbarer Nähe des Dorfes befindet. Von dort ist es nur einen Katzensprung bis Kläden und Bismark.

Blick über die Autobahntrasse vom Dollberg Richtung Stendal. Die Rolandstadt erhält zwei A 14-Abfahrten.

Grund für den Namens-Wirrwarr sind bundeseinheitliche Vorschriften für die Bezeichnung von Autobahnanschlussstellen. Demnach ist stets der nächst größere Ort auf den Schildern anzugeben, um überregional Reisenden die Orientierung zu ermöglichen. Das gleiche Schicksal widerfuhr übrigens der kürzlich für den Verkehr freigegebenen Anschlussstelle Tangerhütte. Die Tangerstadt ist satte 17 Kilometer davon entfernt. Gleich um die Ecke davon (zwei Kilometer) liegt Dolle. Dennoch war viele Jahre lang „Burgstall“ als Name dieser Abfahrt angegeben. Zurück nach Stendal. Obwohl ein offizieller Spatenstich noch aussteht, laufen für den dortigen A 14-Abschnitt bereits erste Arbeiten. Mit der Querung von drei Eisenbahnstrecken warten auf die Straßen- und Brückenbauer besondere Herausforderungen. 18 Brücken werden gebaut. Laut Prognosen werden 2025 rund 32 000 Autos und 7000 Lkw dort täglich rollen. Falls die Strecke bis dahin fertig ist. (Von Christian Wohlt)

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