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„Kein Spiel über 90 Minuten“

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Von: Lina Wüstenberg

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Leiter des Sportmuseums Uwe Bliefert (v.r.), Dirk Schultz und Rolf Hermstein planen die heute bereits ausverkaufte Veranstaltung zum Buch „Mit Volldampf durch die Ligen – 45 Jahre Fußball im Stendaler Hölzchen“
Leiter des Sportmuseums Uwe Bliefert (v.r.), Dirk Schultz und Rolf Hermstein planen die heute bereits ausverkaufte Veranstaltung zum Buch „Mit Volldampf durch die Ligen – 45 Jahre Fußball im Stendaler Hölzchen“ © Lina Wüstenberg

Dirk Schultz liest im Sportmuseum nicht nur aus seinem Buch „Mit Volldampf durch die Ligen – 45 Jahre Fußball im Stendaler Hölzchen“, sondern erzählt, wie es entstanden ist. Auch will er sich bei allen Beteiligten bedanken. 

Stendal – „Eigentlich hätte die Lesung schon vor einem Jahr und vier Monaten stattfinden sollen“, sagt Dirk Schultz. Die Corona-Pandemie verhinderte diesen Plan. Jedoch soll es am heutigen Donnerstag im Sportmuseum nachgeholt werden. Schultz ist der Autor des Buches „Mit Volldampf durch die Ligen – 45 Jahre Fußball im Stendaler Hölzchen“. Auf 336 Seiten wird die Geschichte des 1. FC Lok Stendal von 1945 bis 1990 aufgearbeitet. Zu Beginn hatte Schultz noch einen größeren Zeitraum im Blick, merkte aber schnell, dass das den Rahmen sprengen würden.

„Die Lesung soll ein Dankeschön an die sein, die das Buch immens mitgeprägt haben“, erklärt Schultz. Für die Recherche saß er einige Stunden im Stadtarchiv. Auch hat er mit 20 ehemaligen Spielern gesprochen „Ich wurde mit offenen Armen begrüßt und die Spieler haben sich gefreut.“ Das habe ihn motiviert. Deswegen freue er sich auch auf ein Wiedersehen mit diesen Leuten.

Zur Lesung haben sich ehemalige Spieler, Zuschauer und auch Interessierte angemeldet. „Wir haben aus jedem Jahrzehnt jemanden dabei“, erzählt Rolf Hermstein, der mit Schultz eine Verbundenheit mit dem Traditionsverein teilt.

Schultz will am heutigen Abend nicht nur aus dem Buch vorlesen. „Ich möchte ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.“ Demzufolge erfahren die Besucher auch, wie das Buch entstanden ist und wie die einzelnen Kapitel zustande gekommen sind. „Die Hälfte der Leute kennt das Buch auch schon.“

Auch fand Schultz bei seiner Recherche Fakten heraus, die für ihn selbst neu waren. „Ich wusste nicht, dass die Mannschaft in den 80er Jahren für eine Woche in Dänemark gewesen ist“, erinnert er sich.

Als Schultz begonnen hat, das Buch zu schreiben, dachte er nicht, dass er dafür fünf Jahre braucht. „Ich dachte vielleicht an drei Jahre, aber es hat sich am Ende so entwickelt.“

Die Verbindung zum Verein habe Schultz von seinem Vater geerbt. Dieser habe ihn zu vielen Spielen mitgenommen. „Lok Stendal hat mich immer mehr interessiert. Aber in den vergangenen Jahren habe ich kein Spiel mehr über 90 Minuten geschaut“, sagt Schultz.

Auf die Idee, ein Buch zu schreiben, brachten ihn die Leute aus dem Verein. „Ich war in der Gaststätte des Stadiongebäudes und dort waren die Wände kahl“, erinnert er sich. Deswegen begann er Mannschaftsfotos aus den Jahren 1947 bis 2018 zu sammeln und dort aufzuhängen. Daraufhin wurde er angesprochen, die Geschichte des Vereins zu Papier zu bringen.

Die Lesung findet am heutigen Nachmittag im Sportmuseum, Stadtseeallee, statt. Sie ist aber bereits komplett ausverkauft, teilt Leiter Uwe Bliefert mit. „Es gibt aber die Überlegung, die Lesung zu wiederholen“, stellt Hermstein mögliche weitere Buchtermine mit Schultz an.

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