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Stendaler Miniatur-Stadttor lebt auf in Kulisse aus Öl

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Von: Marco Hertzfeld

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Michael Trösken blickt auf das neu in Szene gesetzte historische Diorama Tangermünder Tor Stendal.
Noch sieht Michael Trösken kleine Baustellen. Das Diorama Tangermünder Tor könnte einmal im Uenglinger Tor Einheimische und Touristen begeistern. Auch soll es auf Reisen gehen, etwa in Partnerstädte oder zu Ausstellungen. © Marco Hertzfeld

Künstler Michael Student hat den Hintergrund des Dioramas mit Ölfarbe gestaltet. Das historische Schaubild vom Tangermünder Tor in Stendal gewinnt an Klasse. Heimatfreund Michael Trösken sieht es zukünftig im Uenglinger Tor ausgestellt.

Dass ein Verbündeter, der Künstler und Mallehrer Michael Student, mittlerweile den für ein Diorama typischen Hintergrund geschaffen hat, darüber ist Michael Trösken glücklich. „Dom, Marienkirche, Petrikirche, das heutige Altmärkische Museum“, wandert er im AZ-Gespräch mit den Augen auf dem Ölbild. Das Rampenlicht davor gebührt dem Tangermünder Tor. Auch die beiden anderen Gebäude sind bekanntlich erhalten geblieben und gehören zu Kistenfunden, die nicht zuletzt der Husarenverein unter seine Fittiche genommen hat. Die Tröskens haben für ihr Exemplar die Platte neu geschaffen und die Oberfläche modelliert, den Graben füllt gar Kunstharz.

„Sie sind allesamt aus Zinn, passend bemalt und gekauft.“ Trösken stellt zur Probe Figur um Figur auf die Platte, später sollen sie aufgeklebt werden. Soldaten, Händler, Bauern und weitere halbfingergroße Protagonisten sind vom Äußeren her entlehnt der Zeit um 1815, dem Biedermeier. Auf diese Epoche zwischen Wiener Kongress und der Revolution von 1848 zielte einst auch der Erbauer dieses Schaubildes. Das aufgearbeitete Diorama Tangermünder Tor von 1938 gewinnt dieser Tage weiter an Klasse. Heimatfreund Trösken und Sohn Mark haben zusätzliche Arbeitsstunden investiert, ehrenamtlich.

Das Diorama soll nun möglichst im Uenglinger Tor einen Platz bekommen. Einer Ausstellung und größeren Nutzung des Tangermünder Tores hatte die Stadt erst kürzlich wieder eine Absage erteilt (die AZ berichtete).

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