Steigerung gegenüber dem Vorjahr / Polizei gibt Tipps

Dieses Jahr schon 872 Wildunfälle im Kreis

mei Stendal. Im Landkreis Stendal ereigneten sich in diesem Jahr (bis gestern) 2771 Verkehrsunfälle, in 872 Fällen (31,5 Prozent) waren es Wildunfälle. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Wildunfälle um 5,5 Prozent gestiegen.

Die Stendaler Polizei gibt Tipps, wie Wildunfälle vermieden werden können bzw. wie man sich verhalten sollte, wenn plötzlich Wild vor dem Auto auftaucht.

Wer waldreiche Gebiete durchfährt, muss das ganze Jahr mit kreuzendem Wild rechnen, entsprechend sind die Wildwechselschilder zu beachten und ist die Geschwindigkeit anzupassen. Im Herbst ist die Paarungszeit von Rot- und Schwarzwild. Zudem ist das Wild stark in Bewegung und wechselt aufgrund der Maisernte häufig den Standort. Da das Wild besonders in der Dämmerung aktiv wird, fällt der Straßenwechsel oft mit dem morgend- oder abendlichen Berufsverkehr zusammen und birgt ein größeres Unfallrisiko. Hinzu kommen Nebel und Regen.

Wild am Straßenrand – was tun? Auf ausreichend Abstand zum Vordermann achten. Den Fahrbahnrand beobachten. Kontrolliert abbremsen, hupen und gegebenenfalls von Fern- auf Abblendlicht umschalten, damit das Wild einen Fluchtweg finden kann. Immer mit mehreren Tieren rechnen. Falls sich ein Crash nicht mehr vermeiden lässt, Lenkrad gut festhalten. Riskante Ausweichmanöver vermeiden.

Wildunfall – was nun?

Sofort die Unfallstelle sichern: Wagen am Straßenrand abstellen, Warnblinkanlage anschalten und Warndreieck aufstellen. Information an die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter. Flüchtet das angefahrene Wild, die Unfallstelle markieren und Fluchtrichtung merken. Das erleichtert später die Suche nach dem verletzten Tier. Kollisionsspuren am Fahrzeug auf keinen Fall entfernen. Das erleichtert die Ermittlungen der Polizei und des Kfz-Sachverständigen der Versicherung. Auf keinen Fall totes Wild mitnehmen, dies gilt als Wilderei und wird strafrechtlich verfolgt. Totes Wild an den Straßenrand ziehen (nicht mit bloßen Händen).

Von Ulrike Meineke

Rubriklistenbild: © dpa

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