Diebe schlagen im gesamten Landkreis zu

Kupferklau um 34 Prozent gestiegen

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Der Kraftstoff- und Buntmetallklau im Landkreis beschäftigt die Polizei. 117 Mal haben Diebe im ersten Halbjahr 2013 Diesel abgezapft und 75 Mal hatten sie es auf Metalle wie Kupfer abgesehen.

Landkreis. Keine Baustelle scheint vor ihnen sicher, kein Tankschloss, dass nicht geknackt werden könnte: Gemeint sind Diebe, die sich an Bau- oder Landmaschinen zu schaffen machen, dort den Kraftstoff abzapfen oder Kupferrohre von Baustellen mitgehen lassen oder dreist von Hauswänden schrauben.

Seit Jahresbeginn wurden im Zuständigkeitsbereich des Stendaler Polizeireviers 117 Kraftstoff- und 75 sogenannte Buntmetalldiebstähle angezeigt, sagte Fred Mücke vom Stendaler Revier. Die Zahl des Dieselklaus sei dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in etwa konstant geblieben. Besorgniserregender scheint die Zahl bei den Metalldiebstählen, die im Vergleich zum Vorjahr um stattliche 34 Prozent in die Höhe schnellte. Als eine mögliche Erklärung nannte Mücke den „teilweise hohen Ankaufspreis für Buntmetalle“. Dabei haben es die Täter zum Beispiel auf Kupferfallrohre abgesehen, die sie von Gebäuden abmontieren. Bei noch im Bau befindlichen Häusern oder leer stehenden Gebäuden werden die Versorgungsleitungen gekappt und einfach mitgenommen.

Die Diebe streifen bei ihren Beutezügen durch den ganzen Landkreis. Besondere Tatschwerpunkte können die Polizei bislang nicht ausmachen, erklärte Fred Mücke. Vorrangig handele es sich jedoch um Baustellen und den dort beziehungsweise auf Äckern und Feldern abgestellte Fahrzeuge.

Die bisherigen Ermittlungen der Beamten lassen gegenwärtig den Schluss zu, ergänzte Mücke, dass die Diebstähle sowohl von Einzeltätern als auch von organisierten Gruppen begangen werden. „Bei Kraftstoffdiebstählen von mehreren Hundert Litern kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass mehrere Täter arbeitsteilig vorgehen“, fügte Fred Mücke gegenüber der Altmark-Zeitung hinzu. Hier bedarf es auch einer gewissen Vorbereitung. So müssen Behältnisse und auch Fahrzeuge für den Abtransport des geklauten Kraftstoffes „besorgt werden“.

Die Polizei rät daher, Fahrzeuge und Baumaschinen wenn möglich unbetankt abzustellen. Auch sollten Baustellen und Gebäude so gesichert werden, dass fremden Personen das Eindringen möglichst erschwert wird. Die Polizeibeamten gehen zudem an Baustellen und Abstellorten von Fahrzeugen auf Streife, teilt Mücke weiter mit.

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