Landrat Carsten Wulfänger (CDU) will neuen Wische-Schutz ab Dezember

„Die Menschen waren nicht voll umfänglich informiert“

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Der „freie ungestörte weite Blick“ in der Wische soll mit der neuen Schutzverordnung erhalten bleiben.

Stendal/Altmärkische Wische. „Die Wische als ganz besondere Kulturlandschaft soll in ihrer Ausprägung auch künftig für die hier lebenden Menschen und die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben“, schickt Stendals Landrat seinem Entwurf für das neue Landschaftsschutzgebiet (LSG) voran.

Carsten Wulfänger findet den „freien ungestörten weiten Blick über die flache vielfältige Auenlandschaft“ sogar „nachhaltig prägend“. Und der Christdemokrat hofft, dass das neue Gesetz bereits im Dezember diesen Jahres in Kraft tritt. „Die Menschen waren nicht voll umfänglich informiert“, blickt Wulfänger auf den Streit um die Wische, der zuletzt im Februar zu einer Demonstration von Gegnern und Befürwortern des LSG vor dem Landratsamt in Stendal geführt hatte. Dass das Schutzgebiet im neuen Entwurf von vormals 212 Quadratkilometern (qkm) auf noch ein Drittel mit 79 qkm geschrumpft ist, begründet der Landrat mit den Regeln der Demokratie. Das vorige Schutzgebiet sei eben „nicht konsensfähig“ gewesen, hofft er nun „auf größtmögliche Akzeptanz“.

Der Schwund im Schutzgebiet sei nach intensiven Diskussionen und Gesprächsrunden notwendig geworden. Das neue LSG beinhalte nun den „Kern der Wische“. Eine drohende Wiedervernässung sei nicht zu befürchten, da durch das neue LSG „keine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands“ angestrebt und der Unterhalt der Gewässer und Gräben auch nicht eingeschränkt werde. Und überhaupt: „Eine Ausweitung des Gebietes ist nicht ausgeschlossen“, hält der Landrat Änderungen an der Größe der geschrumpften Schutzzone für möglich.

Von Antje Mahrhold

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