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Stadt Stendal sieht in Platanen auf dem Mönchskirchhof keine Gefahr

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Von: Stefan Hartmann

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Hinter einem Parkplatz stehen sechs beschnittene Platanen. In einer siebten nisten Saatkrähen.
Noch sind die sechs Platanen zwischen Winckelmann-Gymnasium und Discounter frei von Krähennestern. Potenzielle Nachmieter sitzen aber in den nahegelegenen Bäumen bereit. © Hartmann, Stefan

Die derzeitigen Pläne, auf dem Mönchskirchhof Platanen als Schattenspender für Sitzplätze zu pflanzen, sorgen für Irritationen. Mehrere Bürger zeigen sich besorgt, dass die Bänke wegen nistender Krähen unbenutzbar sein könnten.

Stendal – Der Idee, Platanen auf das Zentrum des Mönchskirchhofes zu pflanzen, stehen viele Stendaler skeptisch gegenüber. Immer wieder sind es die großen Platanen im Stadtgebiet, die für die Saatkrähen als Nistplatz auserkoren werden. Die Vögel hinterlassen entsprechend überall ihre Spuren. So ist die Sorge darüber groß, dass auch die geplanten Sitzplätze bald vom Krähenkot übersät sind. Diese Sorge sei unbegründet, heißt es auf AZ-Nachfrage aus der Stadtverwaltung. Ausnahmsweise komme es hier auf die Größe an. Denn im Gegensatz zu den großgewachsenen Bäumen an Westwall, Wendstraße und Co. seien für den Mönchskirchhof kleinere Bäume mit flach ausufernden Kronen geplant. „Wie allgemein bekannt ist, bevorzugen Krähen hohe Bäume als Nist- und Schlafplatz. Auf den flachen Platanendächern ist das somit eher ausgeschlossen“, heißt es aus dem Rathaus dazu. Obwohl die zur Beschattung der Sitzplätze geplanten Bäume mit ihren flachen Kronen für Krähen nicht sicher und damit unattraktiv für den Nestbau seien, denkt die Stadtverwaltung über Alternativen nach. „Zur Zeit werden noch die Baumarten Linde und Zierapfel geprüft“, heißt es in dem Antwortschreiben weiter. Die Entscheidung hänge nicht nur von den Vor- und Nachteilen und den praktikablen Möglichkeiten der Bepflanzung, sondern schlicht auch von der Verfügbarkeit ab.

Einige Bürger zeigen sich auch besorgt wegen des Kosten- und Zeitaufwandes, den weitere pflegebedürftige Bäume bedeuten. Im Rathaus ist man jedoch zuversichtlich, diesen Aufwand stemmen zu können. In den ersten vier Jahren gelte eine Fertigstellungs- und Gewährleistungspflicht von der errichtenden Firma. Diese beinhalte die Kontrolle der Bindungen, den Schnitt des gewollten Blätterdaches und eventuell notwendige Korrekturen im Kronengerüst. Ab dem fünften Jahr müsste sich die Stadt dann selbst kümmern. Vorgesehen werde dafür bisher pro Platane eine Stunde Arbeit pro Monat.

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