Viel Reiseverkehr für Mietvertragsunterzeichnung und humoriges Geplauder

Dialog zwischen Geist und Geld

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Superintendent Michael Kleemann (l.) und Bahn-Regionalbereichsleiter Südost Michael Müer unterzeichneten den Mietvertrag für die Bahnhofsmission Stendal.

tje Stendal. Reichlich Reiseverkehr war nötig, damit der Mietvertrag für die Bahnhofsmission (AZ berichtete) zwischen geistlicher und transportwirtschaftlicher Welt in Stendals denkmalgeschützter Zug-station unterzeichnet werden konnte.

Zum Akt mit Dienststempel und Signum durch Superintendent Michael Kleemann und Bahn-Regionalbereichsleiter Südost, Michael Müer, schickte das Unternehmen Zukunft nicht nur Führungspersonal vom Bahnhofsmanagment, das seinen Sitz in Magdeburg hat.

Wie Müer selbst war auch die Öffentlichkeitsarbeiterin aus Leipzig angereist, natürlich auf der Schiene. Deren Züge trafnen pünktlich ein, ganz im Gegensatz zu einem Referenten, den der Kirchenkreis zur Vertragsunterzeichnung erwartete. Der Mann kam eine gute halbe Stunde zu spät, „weil er im Zug feststeckte“, wie der Regionalbereichsleiter zur allgemeinen Heiterkeit hören musste. Das Treffen, dem auch Vize-Landrätin Annemarie Theil und Regionalpropst Christoph Hackbeil beiwohnten, schaffte die räumliche Basis, damit die zwei Bahnhofsmissions-Leiterinnen Brunhilde Schröder und Eva-Maria Maitre ab 2. Januar den Probebetrieb beginnen können.

Für die Ausstattung des Fünf-Zimmer-Objekts direkt an Gleis 1 mit ebenerdigem Zugang spendierte die Bahn Teile des Mobiliars des zuletzt ungenutzten Bahnhofsgebäudeteils. Maitre und Schröder sind stolz auf Besprechungstisch samt Stühlen und freuen sich, die zwar gebrauchte, aber gut funktionstüchtige Küchenzeile nutzen zu können. Auch die Gestaltung des Raumes der Stille hat das Damen-Duo bereits geplant. Auf jeden Fall, so Maitre, soll dort eine Couch stehen, damit müde Reisende die Möglichkeit haben, auszuspannen.

Und noch während die Tinte unter den Verträgen trocknete, entspann sich zwischen Kleemann und Müer ein humoriger Dialog. Da plauderten zwei Führungsspitzen miteinander, die ob der Größe ihres Zuständigkeitsgebietes offenbar ähnliche Sorgen quälen. „Der Kirchenkreis Stendal zählt 246 Kirchen“, wollte Kleemann seinen Vertragspartner beeindrucken. „Aber wir haben über 300 Bahnhöfe“, konterte Müer.

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