Kreisstadt verliert im Zentrum knapp 250 Einwohner

Im Dezember 2018 lebten im Stendaler Stadtgebiet 31.350 Einwohner

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Zum dritten Mal in Folge ist die Einwohnerzahl der Hansestadt Stendal gesunken. 

Stendal – Nun ist es amtlich: Stendal schrumpft weiter. Zum dritten Mal in Folge verzeichnet die größte Stadt der Altmark einen Einwohnerrückgang.

Zum 31. Dezember 2018 waren in der Kernstadt und ihren Ortsteilen insgesamt 40.300 Einwohner gemeldet, im Vorjahr waren es 40.657. Das ist ein Verlust von 357 Bürgern.

Auch die Kernstadt selbst hat 2018 Einbußen erfahren: Während dort Ende des Jahres 2017 noch 31.592 Personen gemeldet waren, blieben Ende 2018 nur noch 31.350, wie einer Statistik der Hansestadt Stendal zu entnehmen ist. Doch wo sind all die Bürger hin?

Daniel Jircik, Geschäftsführer der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG), der sich von Berufs wegen mit der Entwicklung der Rolandstadt beschäftigt, hatte es kürzlich bereits angedeutet: Die Stadt wird immer älter (AZ berichtete). „Die Zahl der Geburten in Stendal kann die vielen Sterbefälle nicht ausgleichen“, bedauerte der SWG-Chef und schlussfolgerte: „Daher verlieren wir von Jahr zu Jahr mehr Einwohner.“

Der Rückgang durch Wegzug sei in Stendal sehr gering, hatte Jircik ausgeführt. Denn die Zeiten, in denen Einwohner scharenweise die Stadt verließen, „sind glücklicherweise überwunden“. Das sei etwa um 1990 der Fall gewesen, als die Pläne für das Kernkraftwerk in Arneburg scheiterten und Hunderte Menschen sich einen neuen Arbeitsplatz suchen mussten.

Nimmt man die 30 Ortsteile der Hansestadt Stendal einmal unter die Lupe, ist auch hier ein Einwohnerverlust zu bemerken. Lag die Zahl Ende 2017 noch bei 9.065, so waren es im Dezember 2018 nur noch 8.950 Personen, die in einem der rechts aufgeführten Ortsteile gemeldet waren. Den größten Einwohnerrückgang haben Staats (18), Borstel und Wahrburg (beide 14) zu verzeichnen. Wobei letzterer Ort das wohl verschmerzen kann, denn mit 1.114 Einwohnern bleibt Wahrburg auch weiterhin der größte Stendaler Ortsteil.

Bei all dem Verlust ist es umso erfreulicher, dass es in einigen Ortsteilen auch Zuwachs gab. An der Spitze steht Jarchau (6), gefolgt von Volgfelde und Nahrstedt (jeweils 3 Einwohner mehr).

Von Charlotta Spöring

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