Zukunftspläne für Helen Keller / Arbeiten im Hildebrand-Gymnasium und in Tangerhütte 2020

Denkaufgabe: Förderschule in Stendal Stadtsee neu bauen

Verstecken braucht sich die Schule Helen Keller nicht. Auch wenn das üppige Grün den Anschein macht.
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Verstecken braucht sich die Schule Helen Keller nicht. Auch wenn das üppige Grün den Anschein macht.

Stendal – Die Förderschule Helen Keller in Stendal könnte von der Preußenstraße an die Stadtseeallee ziehen. Zumindest gebe es diese Überlegungen, und der Kreistag solle sich die Situation im nächsten Jahr genauer anschauen, empfiehlt Landrat Carsten Wulfänger.

Die räumlichen Möglichkeiten für Schüler und Pädagogen seien recht begrenzt.

Hintergrund sind auch steigende Kinderzahlen in der Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Wenn sich die Zahl der Schüler verfestige, sei „diese Schule, so wie sie dort steht, langfristig nicht die richtige“. Wo in Stadtsee einst noch eine Kreisschule stand, könnte ein modernes Schulgebäude mit Sporthalle und allem Drum und Dran errichtet werden. „Das ist sicherlich nicht in zwei, drei Jahren gemacht. “ Der aktuelle Standort bekommt nun erst einmal Raumcontainer für Bewegung und Therapie.

Wann die lang ersehnten Arbeiten im Hildebrand-Gymnasium in Stendal 2020 genau starten, kann Landrat Wulfänger noch nicht sagen. Der Zeitplan sei ob des späten Förderbescheides allerdings sportlich, bis Ende 2021 müsse alles fertig sein. Und: Die Sanierung solle in zwei Abschnitten passieren und gehen mit Einschränkungen für Lehrer und Schüler einher. Das heißt: Immer wieder müssten mehrere Räume leer gezogen sein. Und auf dem Schulhof werden Container für den Unterricht aufgestellt. „Anders bekommen wir das nicht hin“, so der CDU-Mann am Donnerstagabend im Kreistag. Insgesamt stehen fünfeinhalb Millionen Euro zur Verfügung.

Investiert werden kann dank einer Förderung unter anderem auch in die Gemeinschaftsschule Tangerhütte. Die Arbeiten sollen dort mit Beginn der Sommerferien 2020 beginnen. Dreieinhalb Millionen Euro werden in den Komplex gesteckt. Die Folgen für Lehrer und Schüler scheinen dort noch größer, alle sollen für zwei Jahre ganz raus und hinein in die frühere Schule für Lernbehinderte. Wahrscheinlich sollen auch noch Räume des Landesbildungszentrums gleich nebenan genutzt werden. „Ohne Freiziehen werden wir diesen Bau nicht umsetzen können“, so der Landrat. Der Landkreis wolle sich natürlich bemühen, dass die Einschränkungen noch akzeptabel blieben.

VON MARCO HERTZFELD

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